
Die elsässischen Gäste mit Ortsbürgermeister Beil (l.) kurz vor dem Abmarsch zur ersten Etappe des Drei-Zabern-Wegs.
Foto: Beil
Rheinzabern – Seit gut zwei Jahrzehnten gibt es den Drei-Zabern-Weg, der am Museum in Rhein-Zabern beginnt.
Eine rote Raute markiert die Wanderroute von Rhein-Zabern über Berg-Zabern nach Zabern (Saverne) im Elsass. Nun machten sich ca. zwei Dutzend rüstige Pensionäre der Société Générale, einer großen französischen Bank, auf die erste Etappe des Sentier Très Tabernae, der sie vom Römerdorf bis nach Schaidt führen sollte.
Zufällig waren bei der Vorbereitung M. André Gebus, der Organisator, und Ortsbürgermeister Gerhard Beil zusammengetroffen, wobei letzterer sich spontan anbot, die Gruppe aus dem Elsass persönlich begrüßen zu wollen.
Im Ratssaal führte der Ortschef die Gäste anhand von Karten- und Bildmaterial auf das Thema Terra Sigillata hin, wobei er den Bogen zur gemeinsamen südpfälzisch-elsässischen Geschichte schlug, zu der nicht nur die Römer, sondern auch das Fürstbistum Speyer zählen.
Beil erwies sich dabei als multilingual, denn er erklärte auf Deutsch, Französisch, mit den Händen und vor allem auch im Dialekt, der ja nach wie vor als Brücke ins Elsass sehr hilfreich ist.
Anhand der Tabula Peutingeriana ging Gerhard Beil auf das römische Straßennetz ein, das ja ein wichtiger Faktor für die Anlegung von Siedlungen wie z.B. Rheinzabern war.
Er zeigte Orte wie Argentorate (Straßburg), Brocomagus (Brumath), Tres Tabernae (Saverne) und eben Tabernae (Rheinzabern). Zustimmendes Nicken ließ erkennen, dass es für beide Seiten noch vieles zu entdecken gäbe, was natürlich weiterer Besuche bedürfte.
Die ehemaligen Bankangestellten waren vom römischen Erbe Rheinzaberns und seiner Bedeutung im Römerreich sehr angetan. Überwältigt waren sie von der Terra Sigillata und den Erklärungen über die Produktion und die Vermarktung der Töpferwaren in weiten Teilen Europas.
Und wenn auch die Zeit knapp war, so wurde eifrig nach individuellen Besuchsmöglichkeiten gefragt; natürlich gibt es dafür auch eine Übersetzung in Französisch.

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Toll, dass sich Herr Beil die Zeit genommen hat und wir uns in der Region unserer gemeinsamen Geschichte bewusst sind. Es sind kleine Gesten, die bei Besuchern eine große Wirkung zeigen und einen positiven Eindruck hinterlassen. Ohne Berlin und Paris wäre hier einiges einfacher gelaufen… 🙂