Mainz/Limburg – Der Architekt des neuen Limburger Bischofssitzes, Michael Frielinghaus, hat den umstrittenen Bau verteidigt.
Dass die Kosten aus dem Ruder gelaufen seien stimme nicht, sagte Frielinghaus dem ZDF-Magazin „Aspekte“ in einem am Freitagabend ausgestrahlten Interview. Es habe schon von vornherein eine Kostenberechnung bestanden und es habe auch gar keine Möglichkeit gegeben, hiervon abzuweichen.
Aber die Kommunikation dieser Kosten sei „fatal“ gewesen, räumte Frielinghaus ein. Man hätte die Gesamtkosten früher kommunizieren müssen.
Davon abgesehen werde aber viel Falsches berichtet: Dass beispielsweise angeblich nach jeder Weltreise des Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst eine neue Idee habe umgesetzt werden müssen, stimme nicht. „Dieses Wort Protzbau trifft wirklich nicht zu“, so Frielinghaus. Stattdessen habe man sich sogar sehr beschränkt, unter anderem mit wiederkehrenden Materialien.
Die neue Residenz sei ein Bischofssitz, der weniger aufwändig wirke, als viele andere, so Frielinghaus, der auch Präsident des Bundes Deutscher Architekten (BDA) ist. (dts Nachrichtenagentur)

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