Rom – Der Vatikan belässt den umstrittenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst offenbar im Amt. Diese Entscheidung gab der Heilige Stuhl nun bekannt.
Demnach soll sich der Bischof in Absprache mit dem Vatikan für zwei oder drei Monate von den Amtsgeschäften in Limburg zurückziehen.
Bis zum Abschluss der Überprüfung der Vorwürfe gegen ihn soll der designierte Limburger Generalvikar Wolfgang Rösch die Leitung der Amtsgeschäfte im Bistum übernehmen. Der bisherige Stadtdekan Rösch sollte eigentlich erst am 1. Januar 2014 seine Stelle als Generalvikar antreten. Der Vatikan teilte mit, Papst Franziskus habe sich umfassend über die Lage in Limburg informieren lassen.
Aus dem Vatikan hieß es, dies Entscheidung solle als Signal verstanden werden, dass Rom trotz allem hinter dem Bischof stehe und dass medialer Druck oder öffentliche Beliebtheit keine Kriterien seien, nach denen geweihte Würdenträger zu beurteilen oder gar zu entlassen seien.
Tebartz-van Elst macht Negativschlagzeilen rund um den Globus
Derweil macht der Limburger Gottesmann nicht nur in Deutschland, sondern weltweit Negativschlagzeilen. So schreibt beispielsweise der australische „Telegraph“ oder die „Huffington Post“ aus den USA vom „Bling Bishop“ – dem „Glitzer-Bischof“.
In Lateinamerika gilt Tebartz-van Elst als der „Luxusbischof“, der vom „Armenpapst“ empfangen wurde. So titelte unter anderem die argentinische Zeitung „La Gaceta“. Seine Badewanne erregt dort ganz besonders die Aufmerksamkeit der Medien: Die kolumbianische Zeitung „El Tiempo“ berichtet vom „Bischof, der in der 15.000-Euro-Badewanne schwimmt“. Euronews bescheinigt Tebartz-van Elst „Starallüren“. (red/dts Nachrichtenagentur)

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