Mittwoch, 12. Mai 2021

Arbeitgeber strikt gegen SPD-Forderung nach Bürgerversicherung

11. Dezember 2017 | Kategorie: Politik
Foto: dts Nachrichtenagentur

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Berlin  – Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer erteilt der SPD-Forderung nach einer Bürgerversicherung eine Absage.

„Um den künftigen Herausforderungen in der Krankenversicherung gerecht zu werden, bedarf es nicht weniger, sondern mehr Wettbewerb und Eigenverantwortung, der die Kosten dämpft“, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“.

„Gesundheit und Heilung sind so vielfältig wie die Menschen selbst, deshalb wäre eine Einheitskasse der falsche Weg.“ Die SPD betreibe „Etikettenschwindel“. Was sie vorschlage, sei in Wirklichkeit „eine Anti-Bürgerversicherung“. Kramer warnte vor weitreichenden Folgen im Fall eines Systemwechsels. „Die Vorschläge der SPD würden für die Patienten schlechtere medizinische Versorgung und höhere Kosten bedeuten“, sagte er.

„Schlechte Beispiele dafür gibt es in anderen Ländern zuhauf, beispielsweise in Großbritannien. Gleichmacherei statt Wettbewerb hat nichts mit Zukunftsfähigkeit zu tun.“ Eine neue Bundesregierung müsse die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft stärken, indem sie den Arbeitgeberbeitrag weiterhin bei 7,3 Prozent festschreibe.

Die Forderung nach einer paritätischen Gesundheitsfinanzierung müsse unter Einbeziehung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall betrachtet werden. „Insofern: Finger weg von unserem bewährten und erfolgreichen dualen System“, forderte Kramer. (dts Nachrichtenagentur)

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Ein Kommentar auf "Arbeitgeber strikt gegen SPD-Forderung nach Bürgerversicherung"

  1. Kai Schnabel sagt:

    Haben Sie in der Stellungnahme des Herrn Kramer irgend ein stichhaltiges Argument entdeckt? Ich nicht. Nur Polemik.

    Ich sehe nicht, warum sich das Gesundheitssystem verschlechtern sollte, wenn mehr Beitragszahler, solidarisch für die gesamten Risiken einstehen. Im Moment zahlen nur die Beitragszahler der gesetzlichen Krankenversicherungen für die sozial Schwachen die Beiträge. Privat versicherte sind aussen vor. Selbstständige, Beamte, Freiberufler uvm. stehlen sich aus der Verantwortung.

    Warum haben wir denn die vielen Krankenversicherungen? Damit möglichst viele Versicherungs Geschäftsführer ihr Auskommen und ihren Dienstwagen haben? Der heutige „Wettbewerb“ ist ja nur eine Differenzierung im Detail. Die eine Versicherung zahlt eine Zahnreinigung, bzw. den Yoga-Kurs, die andere eben etwas anderes.

    Die gesetzlich Versicherten zahlen im Pensionsalter Beiträge auf Betriebsrenten, Zins- u. Mieteinkünfte, Direktversicherungen etc.
    Privat versicherte sind auch hier wieder fein raus, dank der Lobby-Arbeit im Parlament, und zahlen nichts. Das ist der Hauptgrund, warum sich die privilegierten Gruppen jetzt wie „die Katze im Sack“ gegen eine Gesetzesänderung wehren.

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