
„Wir haben’s einfach angepackt“. Zukunft Annweiler und PWV gemeinsam bei der Arbeit. Von links: Peter Munzinger, Steinmetz Armin Bibus, Fritz Müller, Petra Jung-Schoch.
Foto: hi
Annweiler. „Wir fragen nicht, was die Stadt für uns tun kann, sondern wir überlegen, was wir zur Entwicklung unserer Stadt beitragen können“. Das ist die Leitlinie von Zukunft Annweiler, dem 2015 gegründeten Verein zur Förderung der Stadtentwicklung.
Und die traditionsreiche Ortsgruppe Annweiler des Pfälzerwald-Vereins will getreu ihrem Leitspruch „Wandern, Natur, Geselligkeit, Kultur – ein Erlebnis“, die Kultur unserer Heimat den Mitgliedern und Freunden näher zu bringen. Das passt doch gut zusammen, hatten sich da die Vereinsvorstände gedacht und eine strategische Zusammenarbeit auf der Basis gegenseitiger Mitgliedschaft vereinbart.
Seitens des PWA nahmen Petra Jung-Schoch und Petra Jung („die beiden Petras“, wie sie von Freunden genannt werden), sowie Walter Herzog zusammen mit Peter Munzinger und Fritz Müller von Zukunft Annweiler, dann auch gleich tatkräftig das erste Gemeinschaftsprojekt in Angriff: Unter dem Motto „vom Schandfleck zum Schmuckstück“ soll die Alte Konzertmuschel am Rande der Markward-Anlage (Waldfriedenstrasse, gegenüber Restaurant Umoya) wieder ansehnlich hergerichtet werden.
In den dreißiger Jahren wurde der Platz mit seiner markanten Sandstein-Rundwand als Sängerpavillon gebaut. Im Laufe der Jahre ist er mittlerweile verkommen, das Mauerwerk und der Treppenaufgang arg ramponiert. Dieses Stück Stadtgeschichte soll wieder in altem Glanz erstrahlen und für das Darbieten von Musik und Kleinkunst wieder zugänglich gemacht werden.
Ein weiteres markantes Objekt der Stadt werde damit wieder einer kulturellen Nutzung zugeführt und belebe die städtische Geselligkeit, erklärte Herzog.
„Wir haben’s einfach angepackt“ kommentierte Fritz Müller, „und als erstes gleich mal die Anlage von Hecken und Gestrüpp befreit“. Aber dann musste ein Profi ran, und Armin Bibus, Steinmetzmeister aus Albersweiler, wurde ins Boot geholt. „Die Sandsteine fachmännisch säubern, sie säuern und teilweise sogar ersetzen, das kann halt nur ein Fachmann“, ergänzte Petra Jung.
Obgleich der Bauhof und die Elektroabteilung der Stadtwerke das Projekt unbürokratisch unterstützt haben, so sind doch Aufwendungen für Material und Steinmetzarbeiten von rund 3.000 Euro zu stemmen. „Das können unsere beiden Vereine allein nicht ohne weiteres aufbringen.
Wir sind insoweit auf freiwillige Spenden unserer Mitglieder und aus der Bevölkerung angewiesen“, erläuterte Petra Jung-Schoch, „ es müssten sich doch genügend ‚Paten für die Wandsteine‘ finden lassen: Wer 50 Euro spendet, kann seine Initialen einmeißeln lassen“.
Mit einem Richtfest am Mittwoch, 5. September, 19 Uhr, stellen die beiden Vereine das Projekt vor. Den Weg von der Idee zur Umsetzung will man darlegen und das bisher Geschaffte präsentieren.
Steinmetz-Meister Armin Bibus wird anschaulich über seine Arbeit erzählen. Zur musikalischen Unterhaltung rockt eine Schülerband des TGA im noch nicht ganz fertigen Mauerrund. Das ist dann zugleich auch der Auftakt zu einer Spendenkampagne. (hi)
SPENDENKONTO
Stichwort „Alte Konzertmuschel“.
Verein zur Förderung der Stadtentwicklung
Sparkasse Südliche Weinstraße
IBAN: DE78 5485 0010 1700 2134 97
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