
Der bekannte israelische Schriftsteller Amos Oz ist tot.
Foto:über dts nachrichtenagentur
Jerusalem- Der israelische Schriftsteller und Journalist Amos Oz ist tot. Er starb am Freitag im Alter von 79 Jahren, teilte seine Tochter Fania Oz-Salzberger am Freitag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.
Oz hatte eine Reihe von Romanen und Erzählungen, einige Essaybände und drei Kinderbücher verfasst. Seine Arbeiten wurden in 36 Sprachen übersetzt.
Darüber hinaus hatte er zahlreiche in Zeitschriften erschienene Artikel und Essays geschrieben. Außerdem war er Mitbegründer der politischen Bewegung „Peace Now“, eine außerparlamentarische Friedensbewegung in Tel Aviv-Jaffa. Während des Studiums der Literatur und Philosophie an der Hebräischen Universität von 1960 bis 1963 veröffentlichte Oz seine ersten Kurzgeschichten in der Literaturzeitung „Keshet“.
Von 1987 bis 2005 war Oz ordentlicher Professor für hebräische Literatur an der Ben-Gurion-Universität des Negev in Be’er Scheva. 1993 erhielt er dort den berühmten Agnon-Lehrstuhl für moderne hebräische Literatur. Von seinen ersten Erzählungen zu Beginn der 1960er Jahre an standen die sozialen und politischen Spannungen in Israel im Mittelpunkt von Oz’ Werk.
Insbesondere das Leben im Kibbuz mit seinen sozialen und familiären Konflikten wurde durch Oz in einer zuvor nicht dagewesenen Form dargestellt. Dies und Oz’ beständiger Einsatz für linksgerichtete politische Bewegungen in Israel führten dazu, dass sein Werk sowohl im Inland wie im Ausland in erster Linie unter dem soziopolitischen Aspekt wahrgenommen wurde.
Oz wies allerdings wiederholt darauf hin, dass er die Probleme des menschlichen Lebens nicht auf die Gesellschaftsordnung zurückführt, sondern auf tiefer liegende urmenschliche Antriebe und Bedürfnisse. Immer wieder werden die Protagonisten seiner Werke auf Reisen geschickt, in denen sie diese existenziellen Antriebe erforschen, zu verstehen und mit ihnen zu leben versuchen. (dts Nachrichtenagentur)
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