Montag, 23. September 2019

Altersvorsorge: Mini-Rente für Millionen Deutsche?

14. Juni 2019 | noch keine Kommentare | Kategorie: Ausbildung & Beruf, Dienstleistungen, Familie, Ratgeber, Sonstiges, Vermischtes, Wirtschaft

Viele Rentner können auch nach Jahrzehnten an Arbeitsjahren kaum von ihren Rentenbezügen leben.
Foto: Pixabay/wie_sind_klein/free

Eine Anfrage im Bundestag hat es an den Tag gebracht: Über elf Millionen Deutsche verdienen heute so wenig, dass ihnen im Alter ein Leben auf Mindestniveau droht.

Sie werden mit ihrer zukünftigen Rente voraussichtlich nicht über die Grundversorgung von durchschnittlich 814 Euro hinauskommen. Konsequenz: Die private Vorsorge ist wichtiger als je zuvor.

Ein Drittel der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer betroffen

Viele Arbeitnehmer werden im Alter eine Rente erhalten, die kaum zum Bestreiten des Lebensunterhalts reichen wird. Laut Arbeitsagentur gab es im Februar 2019 rund 33,22 Millionen Menschen in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis. 11,32 Millionen von ihnen sind gemäß Prognose des Arbeitsministeriums potenzielle Empfänger einer Mini-Rente – also rund ein Drittel.

Geringverdiener besonders von Altersarmut bedroht

Grundsätzlich gilt: Je weniger pro Monat verdient wird, desto stärker droht Altersarmut. Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums muss aktuell ein Jahresbruttogehalt in Höhe von mindestens 24.289 Euro erzielt werden, um nach 45 Jahren Arbeit von der gesetzlichen Rentenversicherung eine Nettorente zu erhalten, die über der Grundsicherung liegt – das ist ein monatliches Bruttogehalt von 2.024 Euro.

Es gibt viele Gründe, warum so vielen Bundesbürgern eine Mini-Rente droht: geringe Einkommen von Teilzeitarbeitskräften, zu wenig Einzahlungsjahre in die Rentenversicherung wegen Arbeitslosigkeit und gebrochene Erwerbsbiografien – in den neuen Bundesländern oftmals als Folge der Wiedervereinigung. Auch Selbstständigen, die nach vielen Jahren im eigenen Betrieb zurück ins Angestelltendasein wechseln, droht oftmals eine schmale Rente. Frauen sind generell stärker betroffen als Männer, sie verdienen im Schnitt weniger und arbeiten öfter in Teilzeit.

Beratungsbedarf bei vielen Arbeitnehmern

Eine private Altersversorgung ist besonders effektiv, wenn früh mit ihr begonnen wird, es keine Unterbrechungen in der Ansparphase gibt und staatliche Förderungen in Anspruch genommen werden.

Viele Arbeitnehmer fühlen sich bei der Auswahl geeigneter Finanzprodukte allerdings überfordert. Hilfe bei der Orientierung und Auswahl bieten Berater der Hausbank, unabhängige Finanzberater und Finanzdienstleister wie Swiss Life Select, MLP und tecis.

Swiss Life Select arbeitet bei der Auswahl der Finanzprodukte mit einem strengen Auswahlverfahren: Der Finanzdienstleister prüft die Produkte eingehend nach Qualität und Leistung. Nur wenn sie diese Prüfung überstanden haben, kommen die Produkte ins Portfolio von Swiss Life Select, um dann den Kunden vorgeschlagen zu werden. Dabei berücksichtigen die Berater die individuelle Lebenssituation eines jeden Kunden.

Breites Angebot an Vorsorgemöglichkeiten

Es gibt verschiedene Arten, Vermögen für die private Altersvorsorge anzusparen. Private Rentenversicherungen allerdings haben aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase an Attraktivität verloren.

Ein wichtiger Pfeiler ist die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz verpflichtet Arbeitgeber seit 2019 zu einem Zuschuss von 15 Prozent zur betrieblichen Altersvorsorge. Die bAV gibt es in verschiedenen Varianten, Durchführungswege genannt. Alle haben gemeinsam, dass die Arbeitnehmer auf einen Teil ihres Bruttogehalts verzichten. Dieser Betrag fließt in den Vorsorgevertrag, der vom Arbeitgeber abgeschlossen wird. Die bAV-Beiträge sind von Steuern und Sozialabgaben befreit.

Alternativ können Arbeitnehmer eine Riester-Rente abschließen. Bei ihr profitieren sie in der Ansparphase von staatlichen Zuschüssen. Allerdings sollten Interessenten Angebote verschiedener Anbieter einholen und diese intensiv miteinander vergleichen, denn Abschluss- und Verwaltungsgebühren fallen mitunter sehr hoch aus. Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass die Rentenauszahlungen später versteuert werden.

Für Selbstständige wurde die Rürup-Rente ins Leben gerufen. Ihr Vorteil: In der Ansparphase lassen sich hohe Beträge von der Steuer absetzen, allerdings ist auch hier die Steuerbelastung nachgelagert: Wenn diese Rente zur Auszahlung kommt, bittet der Fiskus zur Kasse.

Alternative Sparoptionen sind Aktienfonds und Exchange Traded Fund. ETFs bilden die Wertentwicklung eines Aktienbörsen-Index ab. Die Investition in eine Immobilie ist ebenfalls ein probates Mittel, um sich fürs Alter privat abzusichern.

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