Panama-Stadt – Geheimdienstler und ihre Zuträger nutzten ausweislich der sogenannten „Panama Papers“ in erheblichem Umfang die Dienste der Kanzlei in Panama, die im Mittelpunkt der Affäre steht.
Die Agenten ließen Briefkastenfirmen gründen, um ihre Aktionen zu verschleiern, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Unter ihnen sind auch Mittelsmänner aus dem Umfeld des US-amerikanischen Auslandsgeheimdienstes CIA.
Das geht aus Dokumenten hervor, die der SZ zugespielt und in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Konsortium für Investigative Journalisten (ICIJ) ausgewertet wurden. Zur Kundschaft der Kanzlei gehören oder gehörten demnach etwa Figuren der Iran-Contra-Affäre, eines US-amerikanischen Skandals um geheime Waffenlieferungen der CIA an Teheran.
Zudem tauchen unter den gegenwärtigen oder früheren Kunden hochrangige Geheimdienstverantwortliche aus mindestens drei Ländern auf, konkret aus Saudi-Arabien, Kolumbien und Ruanda.
Darunter ist auch ein saudischer Scheich, der in den Siebzigerjahren mit der CIA in Verbindung gebracht wurde. Ferner sind in dem Material Unternehmer zu finden, die immer wieder in Verdacht geraten sind, dem US-Geheimdienst geholfen zu haben.
Einer von ihnen ist ein Exil-Iraner, der Flugzeuge vermietet. Eine seiner Maschinen soll in den Achtzigerjahren im Auftrag der CIA Waffen nach Teheran geliefert haben, der Fall wurde später als Iran-Contra-Affäre bekannt. Der Geschäftsmann bestreitet aber, von der Operation gewusst zu haben. (dts Nachrichtenagentur)

Diesen Artikel drucken



Panama-Stadt – Gut einen Monat nach Veröffentlichung der sogenannten „Panama Papers“ hat sich die Quelle zu Wort gemeldet, die der „Süddeutschen Zeitung“ ...
Berlin – Der Informant, der die „Panama Papers“ an Journalisten weitergeleitet hat, fürchtet um sein Leben. Die Quelle habe in den zurückliegenden ...
München- Der „Süddeutschen Zeitung“ hat eine anonyme Quelle 2,6 Terabyte an Daten überlassen – 11,5 Millionen Dokumente zu insgesamt 214.000 Briefkastenfirmen. In ...
Panama-Stadt – In Panama ist nach neun Jahren Bauzeit die Erweiterung des Panama-Kanals eröffnet worden. Ab sofort können auch Schiffe mit bis ...
Wiesbaden – Das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden hat offenbar zu Ermittlungszwecken die im vergangenen Jahr veröffentlichten „Panama Papers“ gekauft. Das berichtet die ...
Kiel – Die mutmaßlichen Mitglieder der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS), die in Schleswig-Holstein festgenommen wurden, haben nach Auffassung der Ermittler monatelang großen ...
Berlin – Nach Beginn der Veröffentlichung von Details aus den sogenannten „Panama Papers“ hat es zahlreiche Reaktionen aus der Politik gegeben. Grünen-Fraktionschefin ...
Teheran – Im Iran ist am Sonntag ein Passagierflugzeug mit über 40 Personen an Bord abgestürzt. Wie die iranischen Nachrichtenagenturen IRNA und ...
Teheran – Der Iran hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) alle Auflagen des im vergangenen Sommer erzielten Atomabkommens erfüllt. Daraufhin kündigten ...
London/Teheran – Zwei Jahre nach dem Abbruch aller direkten diplomatischen Beziehungen haben Großbritannien und der Iran eine Wiederannäherung vereinbart. Beide Staaten benannten ...











