
Foto: dts Nachrichtenagentur
Brüssel – EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) wird in ihrem Plan, die Ein- und Zwei-Cent-Münzen in der Eurozone abzuschaffen, von Konservativen und Grünen im EU-Parlament unterstützt.
Die EU-Kommission plant laut einem Entwurf ihres Arbeitsprogramms die Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent-Münzen in der gesamten Eurozone. Das Programm soll an diesem Mittwoch von der EU-Kommissionspräsidentin der Öffentlichkeit präsentiert werden.
„Die Kosten für die Produktion dieser Kleinstmünzen sind höher als ihr Nutzen: So kostet die Produktion einer 1-Cent Münze 1,65 Cent“, sagte dazu der CDU-Europaabgeordnete Jens Gieseke den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. Andere Länder, etwa die Niederlande, Finnland oder Belgien, zeigten erfolgreich, dass die Abschaffung keine negativen Folgen hae, wenn ein System des Auf- und Abrundens angewandt werde.
Im digitalen Zahlungsverkehr entfalle dagegen das Kostenargument. „Die Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent aus dem Zahlungsverkehr sollte sich deshalb auf den Münzverkehr beschränken“, so der CDU-Europaabgeordnete weiter. Zudem erfreue sich das Zahlen mit Bargeld in Deutschland auch weiterhin großer Beliebtheit. „Eine komplette Abschaffung des Bargelds ist nicht das Ziel dieses Vorhabens“, sagte Gieseke.
So sehen es auch die Grünen im Europaparlament: „Das Ende der Ein- und Zwei-Cent-Münzen ist nicht der Untergang des Bargelds“, sagte der Grünen-Europapolitiker Sven Giegold. Wer die Abschaffung der Zahlung mit Scheinen und Münzen heraufbeschwöre, betreibe „populistische Panikmache“, ergänzte der Grünen-Europapolitiker mit Blick auf die Kritiker des Vorhabens.
Von der Leyens Plan halte er für einen guten und alltagstauglichen Vorstoß. Der Verzicht auf die Minimünzen spare Zeit, Geld, Ressourcen und erleichtere die Geldbörse.
(dts Nachrichtenagentur/red)

Diesen Artikel drucken

Berlin – Die Pläne von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent-Münzen stoßen bei der Großen Koalition und ...
Berlin – Die Grünen-Politikerin und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth, bekommt Morddrohungen aus dem rechten Lager und dem nationalistisch-religiösen Teil der ...
Bonn- Die Deutsche Post will das Porto für den Standardbrief ab 2015 um zwei Cent auf dann 62 Cent erhöhen. Gleichzeitig soll ...
Bern – Die Schweizer haben sich in einer Volksabstimmung klar gegen die Abschaffung der Rundfunkgebühren entschieden. Laut einer ersten Hochrechnung des Instituts ...
Berlin – Die Grünen-Politikerin Renate Künast bekommt regelmäßig Hassmails. Um die Motive der Absender etwas mehr zu verstehen, habe sie sich auf ...
Berlin – Die FDP im Bundestag rechnet mit einem Ende der Zeitumstellung auf europäischer Ebene: „Ich bin sicher, dass die Zeitumstellung in ...
Bonn – Die Deutsche Post plant, dass Porto für einen Standardbrief zum 1. Januar 2016 auf 70 Cent zu erhöhen. Anschließend soll ...
Berlin – Der Bund der Steuerzahler (BdSt) sieht die jüngsten Forderungen des Umweltbundesamts zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes im Verkehr extrem kritisch. Die ...
Bonn – Die Deutsche Post will ihr Briefporto zum 1. Januar 2014 auf 60 Cent für einen Standardbrief erhöhen. Dazu solle ...
Berlin – Nach der jüngsten Steuerschätzung fordert der Vizechef der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Theurer, eine Entlastung der Bürger – notfalls per Gerichtsbeschluss. Bereits ...
Berlin – Eine deutliche Mehrheit der deutschen Bundesbürger ist für die Abschaffung der Kirchensteuer. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die ...










