Freitag, 21. Februar 2020

Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent-Münzen: von der Leyen bekommt Unterstützung von CDU und Grünen

28. Januar 2020 | noch keine Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Politik

Foto: dts Nachrichtenagentur

Brüssel  – EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) wird in ihrem Plan, die Ein- und Zwei-Cent-Münzen in der Eurozone abzuschaffen, von Konservativen und Grünen im EU-Parlament unterstützt.

Die EU-Kommission plant laut einem Entwurf ihres Arbeitsprogramms die Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent-Münzen in der gesamten Eurozone. Das Programm soll an diesem Mittwoch von der EU-Kommissionspräsidentin der Öffentlichkeit präsentiert werden.

„Die Kosten für die Produktion dieser Kleinstmünzen sind höher als ihr Nutzen: So kostet die Produktion einer 1-Cent Münze 1,65 Cent“, sagte dazu der CDU-Europaabgeordnete Jens Gieseke den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“. Andere Länder, etwa die Niederlande, Finnland oder Belgien, zeigten erfolgreich, dass die Abschaffung keine negativen Folgen hae, wenn ein System des Auf- und Abrundens angewandt werde.

Im digitalen Zahlungsverkehr entfalle dagegen das Kostenargument. „Die Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent aus dem Zahlungsverkehr sollte sich deshalb auf den Münzverkehr beschränken“, so der CDU-Europaabgeordnete weiter. Zudem erfreue sich das Zahlen mit Bargeld in Deutschland auch weiterhin großer Beliebtheit. „Eine komplette Abschaffung des Bargelds ist nicht das Ziel dieses Vorhabens“, sagte Gieseke.

So sehen es auch die Grünen im Europaparlament: „Das Ende der Ein- und Zwei-Cent-Münzen ist nicht der Untergang des Bargelds“, sagte der Grünen-Europapolitiker Sven Giegold. Wer die Abschaffung der Zahlung mit Scheinen und Münzen heraufbeschwöre, betreibe „populistische Panikmache“, ergänzte der Grünen-Europapolitiker mit Blick auf die Kritiker des Vorhabens.

Von der Leyens Plan halte er für einen guten und alltagstauglichen Vorstoß. Der Verzicht auf die Minimünzen spare Zeit, Geld, Ressourcen und erleichtere die Geldbörse.

 (dts Nachrichtenagentur/red)

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