Sonntag 19.Juli 2026

38 Millionen Euro für Schulen und neues Kreishaus: So will der Landkreis Bad Dürkheim das Sondervermögen nutzen

19. Juni 2026 | Kategorie: Kreis Bad Dürkheim

Symbolbild (KI): Pfalz-Express

Der Landkreis Bad Dürkheim kann mit einem kräftigen Geldsegen aus dem Infrastruktursondervermögen planen.

Insgesamt fließen rund 114,3 Millionen Euro in den Landkreis. Etwa ein Drittel davon, rund 38,1 Millionen Euro, bleibt direkt beim Kreis und soll in große Schul- und Bauprojekte investiert werden.

Im Mittelpunkt stehen die energetische Sanierung der Carl-Orff-Realschule plus in Bad Dürkheim und des Leininger Gymnasiums in Grünstadt. Für beide Projekte sind jeweils rund zehn Millionen Euro vorgesehen. Geplant sind unter anderem neue Fassaden, moderne Dämmungen und der Austausch von Fenstern. Am Leininger Gymnasium soll zusätzlich die Heiztechnik erneuert werden.

Ein weiteres Großprojekt ist ein neues Verwaltungsgebäude neben dem Kreishaus in Bad Dürkheim. Dort sollen künftig Teile der Kreisverwaltung untergebracht werden. Gleichzeitig ist ein Krisenzentrum für den Bevölkerungsschutz vorgesehen. Hintergrund sind die seit Jahren zunehmende Raumnot und die steigende Zahl an Mitarbeitenden in der Kreisverwaltung.

Nach Angaben von Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld soll der Neubau helfen, mehrere angemietete Außenstellen aufzugeben und langfristig Miet- sowie Betriebskosten einzusparen. Seit 2019 ist die Zahl der Beschäftigten in der Kreisverwaltung um rund 20 Prozent gestiegen.

Die Gesamtkosten für die geplanten Maßnahmen werden teilweise durch Fördermittel des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz getragen. Ziel des Sondervermögens ist es, Investitionen in Bildung, Infrastruktur, Digitalisierung, Klimaschutz und Bevölkerungsschutz zu ermöglichen.

Zwei Drittel der Mittel werden an die Städte und Verbandsgemeinden im Landkreis verteilt. Die größten Beträge erhalten dabei die Verbandsgemeinde Leininger Land (17,6 Millionen Euro), die Gemeinde Haßloch (11,7 Millionen Euro) und die Stadt Bad Dürkheim (10,9 Millionen Euro).

Die endgültigen Umsetzungskonzepte wurden inzwischen vom Kreistag verabschiedet und sollen bis Ende August an das Land Rheinland-Pfalz übermittelt werden.

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