
Symbolbild: dts Nachrichtenagentur
Das Thema Arbeitslosigkeit scheint in letzter Zeit etwas an Bedeutung verloren zu haben – zumindest, was die Politik betrifft.
Während Themen wie Asylrecht, Europawahlen und Steuern die Gemüter bewegen, ist die Arbeitslosigkeit allerdings nach wie vor ein wichtiger Faktor. Aber wie genau hat sich die Quote entwickelt? Und wie steht es ganz aktuell um den deutschen Arbeitsmarkt?
Große Unterschiede zwischen Ost und West
In den ostdeutschen bzw. westdeutschen Bundesländern entwickeln sich die Arbeitslosenzahlen recht unterschiedlich. Das ist allerdings nicht erst seit diesem Jahr so, sondern bereits seit den ersten Aufzeichnungen. Während die Quote im Osten Deutschlands im Sommer und Herbst 2018 zwischen 6,5 und dem Höchstwert von 6,8 schwankt, liegt die Quote im Westen konstant zwischen 4,7 und 4,8.
Dass die östlichen Bundesländer seit jeher mit einer größeren Arbeitslosigkeit zu kämpfen haben, liegt allerdings keineswegs an einem schlechteren Bildungsstand. Grund ist vor allem der Mangel an großen Unternehmen, die sich im Osten niederlassen. Es sind genügend arbeitswillige Menschen vorhanden, jedoch nicht ausreichend viele Stellen.
Wie viele Menschen sich in den nächsten Jahren gerade im Osten arbeitslos melden werden, bleibt vorerst abzuwarten. Eine Besserung durch den Zuzug neuer Firmen ist bislang nicht in Sicht.
Herbst und Winter 2018 scheint vielversprechend zu sein
Rechtzeitig zum Beginn der kalten Jahreszeit sind die Arbeitslosenzahlen in ganz Deutschland erfreulicherweise gesunken. Mit einer Gesamtanzahl von rund 2,26 Millionen Arbeitslosen handelt es sich bei den aktuellen Zahlen um ein absolutes Rekordtief. Diese Quote wurde zuletzt im Jahr 1991 verzeichnet – das ist nun immerhin ganze 27 Jahre her. Bis jetzt sieht alles danach aus, als würde sich dieser Trend noch weiter fortsetzen.
Da im Winter gewohnheitsmäßig einige Jobs wegfallen, wird die Quote spätestens gegen Ende des Jahres wieder etwas ansteigen. Das liegt schlichtweg daran, dass viele Saisonarbeitskräfte im Winter keine Arbeit haben oder zumindest vorübergehend nicht beschäftigt werden.
Nachfrage nach qualifizierten Kräften steigt weiter an
Die Nachfrage gerade von großen Unternehmen nach neuen Arbeitskräften scheint ungebrochen zu sein. Da im Herbst viele junge Menschen eine Ausbildung nach einem erfolgreich absolvierten Schulabschluss anfangen, ist es typisch für die Herbstmonate, dass die Arbeitslosenquoten sinken.
Auch Menschen, welche sich auf dem zweiten Bildungsweg für eine Tätigkeit qualifizieren, starten im Herbst in die Schulen und Fernstudien. In der Folge fallen diese Menschen aus der Statistik heraus – das schlägt sich auch dieses Jahr wieder in den Arbeitslosenzahlen nieder.
Im direkten Vergleich zum August 2018 sind im Oktober dieses Jahres rund 23.000 weniger Menschen arbeitslos. Eine ganz beachtliche Zahl und äußerst erfreulich für Staat, Gesellschaft und die allgemeine Wirtschaft.
Auch die Zahl der offenen Stellen hat laut Bundesagentur für Arbeit zugenommen. Im Monat September waren rund 834.000 offene Stellen deutschlandweit öffentlich. Das sind rund 61.000 Stellen mehr als im September ein Jahr zuvor.
Die gesamte Anzahl der Erwerbstätigen war im Sommer 2018 mit rund 45 Millionen recht hoch – eine gute Entwicklung. Der Anstieg liegt vor allem daran, dass im Jahr 2018 mehr sozialversicherungspflichtige Stellen besetzt sind.

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