
So schön die Sonne auch ist – die Hitze hat auch ihre Schattenseiten.
Foto: Pfalz-Express
Aktuell warnt der Deutsche Wetterdienst vor der UV-Strahlung, denn die erreicht ungewohnt hohe Werte – besonders im Süden Deutschlands mit Index 9 (sehr hoch) ist sie gefährlich intensiv.
Schutzmaßnahmen seien unbedingt erforderlich, so der DWD. Zwischen 11 und 15 Uhr am Sonntag sollte man längere Aufenthalte im Freien vermeiden. Auch im Schatten gehören ein sonnendichtes Hemd, lange Hosen, Sonnencreme (SPF 15+), Sonnenbrille und ein breitkrempiger Hut zum sonnengerechten Verhalten.
Schutzmaßnahmen seien unbedingt erforderlich. Zwischen 11 und 15 Uhr am Sonntag sollte man längere Aufenthalte im Freien vermeiden. Auch im Schatten gehören ein sonnendichtes Hemd, lange Hosen, Sonnencreme (SPF 15+), Sonnenbrille und ein breitkrempiger Hut zum sonnengerechten Verhalten.
Hier geht es zum UV-Index.
Die gesundheitliche Gefährdung durch ultraviolette Strahlung resultiert aus ihrer erhöhten biologischen Wirksamkeit, die mit einer Schädigung der Erbsubstanz einhergeht. Beim Menschen erzeugt UV z. B. eine akute Hautbräunung als Zeichen des Schutzes vor erhöhten UV- Strahlungsdosen -und den Sonnenbrand, der ein Zeichen für die Überdosierung und damit die Überforderung der Schutzmechanismen der Haut ist.
Weitere akute Folgen sind eine Verschlechterung der Immunlage des Organismus, die Hell- und Dunkelhäutige gleichermaßen betrifft, und der Einfluss auf das Auge, z. B. Schneeblindheit.
Hautkrebs-Gefahr
Für die Gesundheit müssen besonders die Spätfolgen übermäßigen Sonnengenusses beachtet werden: Frühzeitige Alterung der Haut und der Hautkrebs.
Hautkrebs gehört inzwischen zu den Krebsformen mit den höchsten Neubildungsraten: Häufige und starke Sonnenbestrahlungen mit Sonnenbrand, besonders im Kindes- und Jugendalter, fördern die Bildung des tückischen malignen Melanoms, des schwarzen Hautkrebses, mit hoher Rate an Metastasen und nur bei Früherkennung heilbar.
Dermatologen sehen einen starken Trend der Zunahme dieser Erkrankungen, die Zahl der Neubildung maligner Melanome hat sich in den vergangenen vier Jahrzehnten etwa alle 10 Jahre verdoppelt. Grund dafür ist vor allem ein geändertes Freizeitverhalten, das tiefe Bräunung mit Gesundheit gleichsetzt.
Die Stärke der UV-Strahlung wird primär vom Sonnenstand bestimmt, während in der Luft schwebende Aerosole und die Ozonschicht einen strahlungsmindernden Einfluss haben. Die erwartete sonnenbrandwirksame UV-Strahlung berechnet der DWD im Wesentlichen aus dem Sonnenstand und anhand der Ergebnisse seiner numerischen Wettervorhersagen, den Ozonvorhersagen des niederländischen Wetterdienstes (KNMI) und einer Aerosolklimatologie und bestimmt darüber den UV-Index.
Hitzerekorde
Der Juni 2019 ist in Deutschland der wärmste und sonnigste Juni seit dem Beginn flächendeckender Messungen. Das teilte der Deutsche Wetterdienst weiter mit.
„Schon wieder neue Höchstwerte. Allmählich verschlägt es mir die Sprache angesichts dieser inzwischen in Serie auftretenden Klimarekorde“, kommentiert Uwe Kirsche, Pressesprecher des Deutschen Wetterdienstes, die ersten Auswertungen der Ergebnisse der rund 2 000 Messstationen. Zugleich fiel der Juni hierzulande – nach einem zu nassen Mai – deutlich zu trocken aus.
Bisheriger Temperaturrekord im Juni um 0,4 Grad übertroffen
Mit 19,8 Grad Celsius (°C) lag im Juni der Temperaturdurchschnitt in Deutschland um 4,4 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur wärmeren Periode 1981 bis 2010 betrug das Plus 4,0 Grad.
Die durchweg sommerlichen, zum Monatsende hin hochsommerlichen Werte führten mit einer Differenz von +0,4 Grad gegenüber dem bisherigen Rekordhalter 2003 zum wärmsten Juni seit Messbeginn im Jahr 1881.
In der dritten Dekade brachte die erste große Hitzewelle des Jahres die Bevölkerung ins Schwitzen: Coschen, südlich von Eisenhüttenstadt und Bad Muskau, südöstlich von Cottbus, registrieren am 26. Juni jeweils 38,6 °C. Einige Stationen meldeten sogar Tropennächte: In Kubschütz, östlich von Bautzen, sank das Thermometer am 26. nicht unter 26,2 °C. (red/dwd)

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