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Wolfsburg – Volkswagen wird nur in der Anfangszeit in eine eigene Zellfertigung investieren, um jetzt den Einstieg in die Technologie zu schaffen. „Es ist nicht unser Ziel, die eigene Zellfertigung langfristig immer komplett bei uns im Konzern zu haben.
Unser eigenes Engagement ist der Situation geschuldet, dass wir eine gigantische Industrie in einer viel zu kurzen Zeit aufbauen müssen“, sagte VW-Einkaufsvorstand Stefan Sommer dem „Handelsblatt“.
Langfristig sieht Volkswagen die Zellfertigung vielmehr bei Zulieferern. Sommer signalisierte zugleich Unverständnis für die Haltung großer deutscher Zulieferkonzerne, die sich gegen eine eigene Zellfertigung entschieden haben. 20 bis 30 Prozent der Wertschöpfung, die die Zulieferer bislang für die Produktion eines Autos bereitstellen, entfalle künftig auf die Batterie.
„Die Zulieferer geben diesen großen Anteil ihres Marktes auf, wenn sie sich gegen die Zellfertigung entscheiden“, so Sommer. Volkswagen setzt auf das Recycling von Batterien, um sich in Zukunft von Rohstofflieferungen unabhängiger zu machen. „Größere Mengen von Batterie-Rückläufern sind Ende der 2020er-Jahre zu erwarten. Dann sind so viele Elektroautos unterwegs, dass ein ausreichend großer Markt für das Recycling entstanden sein sollte“, sagte Sommer.
Der VW-Konzern sieht einen großen Investitionsbedarf für die eigene Versorgung mit Batteriezellen. Der Wolfsburger Autohersteller kalkuliert für sich bis 2030 mit 60 Milliarden Euro. Die weltweite Umstellung der gesamten Automobilindustrie dürfte bis zum Jahr 2040 in die Billionen gehen. „Wir sprechen ganz schnell von einem vierstelligen Milliardenbetrag für alles, wir kommen also in die Billionen für die gesamte Transformation der Branche“, sagte Sommer. (dts Nachrichtenagentur)

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