Mittwoch, 16. Oktober 2019

VW-Konzern ruft weltweit 800.000 Autos zurück – US-Staranwalt droht mit Klagewelle

24. März 2016 | noch keine Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Wirtschaft
Foto: dts nachrichtenagentur

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Wolfsburg  – VW und Porsche rufen weltweit 800.000 Autos wegen eines möglichen Problems mit den Fußpedalen in die Werkstätten.

In Deutschland seien knapp 90.000 Fahrzeuge betroffen, teilten die Unternehmen am Donnerstag mit.

Demnach werden die Fahrzeuge der Modelle VW Touareg und Porsche Cayenne wegen eines möglicherweise gelösten Sicherungsrings am Lagerbock der Pedalen in die Werkstätten geordert.

Die Überprüfung der Fahrzeuge werde jeweils weniger als eine halbe Stunde in Anspruch nehmen, hieß es weiter.

Erst am Mittwoch hatte VW mitgeteilt, weltweit 177.000 Passat der Baujahre 2014 und 2015 zurückzurufen. Hintergrund dieses Rückrufs sind Probleme an der Zentralelektrik.

Der US-Staranwalt Michael Hausfeld hat derweil dem Volkswagen-Konzern beim Abgasskandal mit einer Klagewelle enttäuschter Kunden gedroht.

Falls das Unternehmen nicht bald auf sein Gesprächsangebot eingehe, werde er seinen Zehntausenden Mandanten in ganz Europa zur gerichtlichen Auseinandersetzung raten, sagte Hausfeld dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

Er rechne außerdem mit erheblich mehr VW-Kunden, die sich an seine europäischen Kanzleien wenden könnten. „Wir haben noch keine offizielle Registrierungskampagne gestartet“, begründete der Jurist diese Einschätzung.

Hausfeld sagte weiter, er rechne damit, dass als Folge der Volkswagen-Affäre möglicherweise künftig auch Massenklagen in Europa möglich würden.

Alleine in Deutschland seien 2,5 Millionen Diesel-Fahrzeuge von der Affäre betroffen. „Ich kenne kein Gerichtssystem weltweit, das sich von so vielen Klagen verstopfen lassen will“, sagte Hausfeld.

Der Jurist hatte unter anderem Milliardensummen zur Entschädigung von Um weltopfern in Alaska durchgesetzt.

Auch die Rückgabe heimlich von Schweizer Banken einbehaltener Gelder von Holocaust-Opfern an deren Erben war Folge einer Klage Hausfelds.

(dts Nachrichtenagentur/red)

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