
Max Slevogt, Segelboote auf der Alster am
Abend, 1905 .Foto: Andres Kilger, Copyright: Staatliche Museen zu Berlin
Edenkoben. Die Slevogt-Galerie in Schloss Villa Ludwigshöhe zeigt eine neue Ausstellung „Von Liebermann bis Corinth“ und beschäftigt sich mit der Berliner Secession, bei der Slevogt Mitglied war.
Sie wurde 1898 gegründet als Vereinigung fortschrittlicher Künstler, die sich damit vom offiziellen
Kunstbetrieb distanzierten: die Berliner Secession.
Max Slevogt, der mit Lovis Corinth und Max Liebermann zu den bedeutendsten Künstlern des Deutschen Impressionismus gehörte, trat der Vereinigung 1901 als Mitglied bei. Bei den exklusiven Ausstellungen der Berliner Secessionisten, die dem Kulturleben im wilhelminischen Preußen Mittelmaß und Routine vorwarfen, wurden viele Werke des jungen, berühmt-berüchtigten Slevogt ausgestellt.
„Max Slevogt hat den Großteil der für ihn so typischen stimmungsvollen Landschaftsbilder in der Pfalz
gemalt und die besondere Atmosphäre seiner Wahlheimat eingefangen. Aber auch Berlin hat ihn als
soziale Basis der zeitgenössischen Kunst nachhaltig beeinflusst.
Die neue Ausstellung auf Schloss Villa Ludwigshöhe, die durch eine weitere Zusammenarbeit mit der Berliner Nationalgalerie möglich wurde, beleuchtet diesen, für viele Slevogt-Begeisterte sicher weniger bekannten Aspekt und bringt uns Max Slevogt als Berliner Secessionisten näher. Der umfangreiche Slevogt-Ausstellungszyklus 2014
beginnt so mit einer herausragenden Schau um Slevogt und seine Berliner Freunde“, so Kulturstaatssekretär Walter Schumacher.
Für eine Zulassung zu den Secessionsaustellungen sollte allein die Stärke des individuellen Ausdrucks
entscheidend sein. Dennoch lässt sich bei vielen Künstlern ein gemeinsamer „Secessionsstil“
ausmachen.
Die meisten der damals als avantgardistisch geltenden Werke sind von einer impressionistischen Kunstauffassung geprägt und stellen das alltägliche Leben in allen Facetten dar. „Die Motive der Berliner Secessionisten zeigen die Bürger der urbanen Gesellschaft, ihre Häuser und Gärten, Straßen, Biergärten und Ferienlandschaften“, erläutert Gernot Frankhäuser vom Landesmuseum Mainz.
Die Max Slevogt-Galerie auf Schloss Villa Ludwigshöhe in Edenkoben erinnert mit der Ausstellung
„Berliner Impressionismus – Werke der Berliner Secession aus der Nationalgalerie Berlin“ an diese
Zeit.
Vom 2. März bis zum 17. August werden unter anderem Gemälde von Max Slevogt, Max Liebermann, Wilhelm Trübner, Lovis Corinth, Lesser Ury und Walter Leistikow präsentiert. Vertreten sind auch viele Künstler, die heute aus schierem Platzmangel in den Depots der Museen bleiben. „Die Ausstellung bildet den Auftakt zu unserem großen Slevogt-Jahr.
Insgesamt vier Ausstellungen stehen 2014 auf dem Programm. Ergänzend zu der Sonderschau »Max Slevogt – Neue Wege des Impressionismus«, die ab Mai im Landesmuseum Mainz gezeigt wird, präsentiert die Max Slevogt-Galerie drei weitere Ausstellungen zu dem berühmten deutschen Impressionisten“, so Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE).
In der bereits zweiten Zusammenarbeit zwischen der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz konnte nun ein innerhalb und außerhalb von Berlin selten gezeigter Bestand impressionistischer Gemälde für Rheinland-Pfalz gewonnen werden.
Slevogt-Ausstellungszyklus 2014:
2.3. – 17.4.2014
Berliner Impressionismus. Werke der Berliner Secesssion aus der Nationalgalerie Berlin
Ort: Max Slevogt-Galerie Edenkoben
4.5.— 12.10.2014
Max Slevogt. Neue Wege des Impressionismus
13.4. – 13.7.2014
Im Banne der Verwüstung – Max Slevogt und der Erste Weltkrieg
Ort: Max Slevogt-Galerie Edenkoben
28.8. – 29.11.2014
Aus Max Slevogts Briefkasten. Zeugnisse aus seinem schriftlichen Nachlass
Ort: Max Slevogt-Galerie Edenkoben

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