
Gefährliche „Schlankmacher“.
Foto: © LUA
Krank statt schlank: In kurzer Zeit haben Fachleute des Landesuntersuchungsamts (LUA) gesundheitsschädliche Arzneiwirkstoffe in drei Schlankheitsmitteln nachgewiesen.
Die Produkte enthielten Sibutramin, eines davon auch Phenolphthalein. Beide Stoffe haben wegen schwerwiegender Nebenwirkungen keine Zulassung mehr. Was die Produkte doppelt gefährlich macht: Wegen der fehlenden Deklaration können Käufer nicht wissen, welcher Gesundheitsgefahr sie sich aussetzen.
Zoll entdeckt verdächtige Produkte
Die schädlichen Produkte heißen 150G Slim, A1 L-Carnitine Lepidium und Zotreem Dream. Die von Rheinland-Pfälzern über das Internet im Ausland bestellten Schlankheitsmittel fielen dem Zoll auf und wurden zur Laboranalyse an das Landesuntersuchungsamt (LUA) geschickt.
Gefährlicher Wirkstoff Sibutramin
Sibutramin wurde früher in legalen Arzneimitteln gegen Adipositas (Fettleibigkeit) unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt. Wegen gravierender Nebenwirkungen besitzt der appetithemmende Wirkstoff aber seit vielen Jahren keine Zulassung mehr. Der Grund: Sibutramin kann den Blutdruck stark erhöhen und Herzerkrankungen auslösen. Bei gleichzeitiger Einnahme von Psychopharmaka drohen gefährliche Wechselwirkungen; auch Todesfälle sind bekannt.
Auch Phenolphthalein entdeckt
Phenolphthalein wirkt abführend und soll dadurch einen schnellen Gewichtsverlust vortäuschen. Der Wirkstoff wurde wegen des Verdachts auf krebserregende Nebenwirkungen in Deutschland bereits vor vielen Jahren vom Markt genommen.
Verkauf ist strafbar
In allen drei Fällen handelt es sich um nicht zugelassene Medikamente. Solche Mittel dürfen in Deutschland nicht verkauft werden. Der Handel damit ist nach dem Arzneimittelgesetz eine Straftat, die mit einer Freiheits- oder Geldstrafe geahndet werden kann.
Eine Übersicht über die Produkte, vor denen das LUA bisher öffentlich gewarnt hat, gibt es auf der Homepage des Landesuntersuchungsamts.
Warnung vor dubiosen Angeboten
Das LUA weist in Schlankheitsmitteln immer wieder gesundheitsschädliche Substanzen nach und rät grundsätzlich davon ab, im Kampf gegen Übergewicht den Versprechen auf dubiosen Internetseiten zu glauben.

Diesen Artikel drucken


Krank statt schlank: Innerhalb weniger Wochen haben Fachleute des Landesuntersuchungsamtes (LUA) gesundheitsschädliche Arzneiwirkstoffe in neun Schlankheitsmitteln nachgewiesen. Die Produkte enthielten Sibutramin und ...
RLP. Gänsebraten, Raclette & Co.: Das üppige Essen an den Feiertagen schlägt sich bei einigen Menschen in zusätzlichen Kilos nieder. Das Landesuntersuchungsamt ...
Gefährliche Vorboten der beginnenden Bikini-Saison: Das rheinland-pfälzische Landesuntersuchungsamt (LUA) hat in den drei Schlankmachern „Like Slim Kiwi + Melon“, „Like Slim Coffee“ ...
Berlin – Manche Schlankheitsmittel aus dem Internet enthalten einen in Deutschland verbotenen Arzneistoff, der im schlimmsten Falle zum Tode führen kann, ...
Nebenwirkungen statt Lustgewinn: Das Landesuntersuchungsamt (LUA) warnt vor dem Potenzmittel „Black Horse“. LUA-Fachleute haben in den Tabletten den nicht deklarierten Wirkstoff Tadalafil ...
Gleich zwei gefährliche Vorfälle haben sich in der Nacht auf Montag auf den Bahnstrecken zwischen Freinsheim und Ludwigshafen ereignet. Unbekannte legten dort ...
Buenos Aires – In Argentinien ist ein selbsternannter Superheld, der sich mit Maske und Kostüm auf Verbrecherjagd begeben hatte, enttarnt worden. Wie ...
Karlsruhe – Am Montagabend (13. Juni) kam es am Bahnhof Karlsruhe-West zu einem Stromunfall. Dabei zog sich ein 16-Jähriger lebensgefährliche Verbrennungen zu. ...
Westhofen/Worms-Abenheim – In einer dramatischen Wendung hat sich ein Verkehrsunfall am Mittwochmorgen, 5. Februar 2025, auf der Landesstraße 425 zwischen Westhofen und ...
Berlin – Bei der Razzia vor gut einer Woche hat die Bundesanwaltschaft in Deutschland ein hochprofessionell operierendes Hilfsnetzwerk der Terrororganisation „Islamischer Staat“ ...
Mainz. Der Bundesrat hat in seiner Sitzungen am 14. Oktober ein neues Präsidium gewählt. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer ist in Berlin ...
Brüssel – Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca ist in der Europäischen Union zugelassen. Die EU-Kommission traf am Freitag die formale Entscheidung, nachdem die ...














