Berlin – Laut einer Umfrage wünscht sich jeder dritte Bundesbürger, dass die Alternative für Deutschland (AfD) im nächsten Bundestag vertreten ist. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage für den „Stern“.
Demnach hält einen Bundestags-Einzug der AfD eine knappe Mehrheit von 51 Prozent nicht für wünschenswert. „Wenn derzeit ein Drittel der Befragten einen Einzug der AfD auch in den Bundestag befürwortet, bestätigt das die Tendenz, dass neben der klassischen AfD-Klientel aus einem bestimmten Segment der deutschen Mittelschicht nun auch Angehörige der Unterschicht, die bislang in überdurchschnittlicher Weise zur Wahlenthaltung tendierten, zur AfD wandern“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner.
Dass AfD-Chef Bernd Lucke mit den Problemen in Deutschland besser fertig werden könnte als andere Politiker, glauben allerdings nur acht Prozent aller wahlberechtigten Bundesbürger. Eine breite Mehrheit von 80 Prozent traut ihm das nicht zu.
Etwas mehr überzeugt von der politischen Kompetenz Luckes als der Durchschnitt aller Befragten sind – neben den AfD-Sympathisanten mit 55 Prozent – Arbeiter (18 Prozent), Hauptschulabgänger (elf Prozent) und Anhänger der Linken (zehn Prozent). (dts Nachrichtenagentur)

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Bei den Umfragen des SPD-Mitgliedes Güllner finde ich immer wieder faszinierend, wie knapp manche Entscheidungen ausgehen. 51% halten den Einzug der AfD in den Bundestag nicht für wünschenswert. Wieso nicht 52%? Oder 60%? Oder nur 45%? Stattdessen die guten alten 51% – gerade soviel, daß man mal wieder titeln kann: „Mehrheit der deutschen Wähler gegen den Einzug der AfD im Bundestag.“