
Marella Explorer.
Foto: dts nachrichtenagentur
Hannover- In der Debatte um strengere Haftungsregeln für Pauschalreisen nach der Pleite des britischen Anbieters Thomas Cook hat sich der deutsche Marktführer TUI gegen eine Verschärfung ausgesprochen.
„Wenn ich mir die Struktur des verbleibenden Reisemarktes ohne Thomas Cook anschaue, erwarte ich in den nächsten Jahren keinen weiteren Zwischenfall in dieser Größenordnung“, sagte TUI-Deutschlandchef Marek Andryszak den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
„Die TUI ist ein kerngesundes Unternehmen und die bestehende Versicherung aus unserer Sicht ausreichend.“ Müssten sich die Reiseveranstalter besser gegen Insolvenz absichern als bisher, würden die Preise für Pauschalreisen gegenüber individuell gebuchten Reisen ohne jegliche Absicherung steigen, betonte Andryszak: „Dann würden immer mehr Kunden sagen: Die Pauschalreise ist mir zu teuer. Es gibt wirklich kaum einen Kauf, der so gut abgesichert ist wie die Pauschalreise.“
Die Pleite des Wettbewerbers Thomas Cook bezeichnete Andryszak als „Spezialfall“. Während der Reiseveranstalter Thomas Cook vor allem ein Händler gewesen sei, verfüge TUI als Eigentümer von Hotels und Kreuzfahrtschiffen über eine „ganz andere Finanzkraft“.
Dem Konzern mit Sitz in Hannover gehören mehr als 400 Hotels und 17 Kreuzfahrtschiffe. Nach der Pleite von Thomas Cook im September habe TUI mit über 150 Hotels, die vorher Partner des britischen Konzerns waren, neue Exklusivverträge geschlossen oder Kapazitäten erhöht. (dts Nachrichtenagentur)
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