Montag 20.April 2026

SÜW: NVS NaturStiftung erhält 12.000 Euro für Naturschutzprojekte – Vielfalt in Weinbergen und Wiesen

6. März 2026 | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße

Landrat Dietmar Seefeldt überreicht dem zweiten Vorsitzenden der NVS NaturStiftung Südpfalz Kurt von Nida, dem ersten Vorsitzenden Dieter Zeiß und Geschäftsführer Bastian Bayer (von links) den Zuwendungsbescheid im Kreishaus in Landau.
Foto: KV SÜW

Die NVS NaturStiftung Südpfalz hat vom Landkreis Südliche Weinstraße eine zweckgebundene Zuwendung in Höhe von 12.000 Euro erhalten. Landrat Dietmar Seefeldt überreichte den entsprechenden Bescheid im Kreishaus an Dieter Zeiß und Kurt von Nida vom Stiftungsvorstand sowie Geschäftsführer Bastian Bayer.

Das Geld soll in zwei Projekte fließen: das Modellprojekt „Biotopverbund Weinbergsbrachen“ und das Projekt „Villa-Wiesen“ in der Modenbachniederung bei Großfischlingen.

„Die Arbeit der NVS NaturStiftung Südpfalz ist für unseren Landkreis von zentraler Bedeutung. Sie schützt wertvolle Lebensräume, sichert die biologische Vielfalt und ermöglicht, dass kommende Generationen die natürliche Schönheit unserer Heimat erleben können. Die Projekte stärken das ökologische Gleichgewicht, fördern den Erhalt der Landschaft und verbessern Lebensqualität und Tourismus. Deshalb unterstützen wir sie gerne finanziell“, so Landrat Seefeldt.

Die Zuwendung war bereits im Haushalt 2025 vorgesehen, die offizielle Übergabe fand im Februar 2026 statt.

Projekt Biotopverbund Weinbergsbrachen

Der Weinbau befindet sich aktuell im Wandel. Mit dem Modellprojekt möchte die Stiftung einen Biotopverbund in Weinbergsbrachen entwickeln. Ziel ist, ökologisch wertvolle Flächen zu sichern und zu verhindern, dass sie verbuschen.

Geplant sind unter anderem Wanderkorridore durch die Weinberge, bei freiwilliger Beteiligung von Eigentümern und Bewirtschaftern. Das Projekt soll Biodiversität fördern und Naturschutz, Landwirtschaft und Tourismus miteinander verbinden.

Projekt Villa-Wiesen

In der Modenbachniederung von Großfischlingen bis zur Grenze zu Freimersheim sollen Offenlandflächen gefördert werden. Diese Flächen bieten Lebensräume für zahlreiche Tiere und Pflanzen und verbessern die Bodengesundheit. Die „Villa-Wiesen“ zählen zu den ehemals artenreichsten Pfeifengras-Stromtalwiesen der Südpfalz. Sie beherbergen gefährdete Arten wie Prachtnelke und Nordisches Labkraut.

Da in den letzten Jahrzehnten etwa 10.000 Quadratmeter Mähwiesen jährlich verloren gingen, will die Stiftung diese Flächen sichern und wiederherstellen. Damit leistet sie einen aktiven Beitrag zum Erhalt geschützter Arten im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes.

Nächste Schritte

Bis Mitte des Jahres wird die NVS in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde zwei detaillierte Projektkonzeptionen erarbeiten. Auf Basis dieser Konzepte soll die Kreisverwaltung Förderanträge bei der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz, bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd („Aktion Grün“) oder beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz („Förderrichtlinie natürlicher Klimaschutz in Kommunen“) stellen.

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