Sonntag, 12. Juli 2020

Staatspräsidenten fordern wirtschaftsfreundliche Klimapolitik

5. Juni 2020 | noch keine Kommentare | Kategorie: Nachrichten

Foto: dts nachrichtenagentur

Berlin – Die Staatsoberhäupter Deutschlands, der Schweiz und Österreichs haben ungeachtet der Coronakrise zu neuen Anstrengungen beim Klimaschutz aufgerufen.

Die Klimakrise sei nicht verschwunden, schrieben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, die Schweizer Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Österreichs Bundespräsident Alexander van der Bellen in einem gemeinsamen Gastbeitrag in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ anlässlich des Weltumweltages am 5. Juni.

„Unser Leben und jenes unserer Nachkommen werden wesentlich davon beeinflusst werden, ob wir jetzt die richtigen Maßnahmen treffen. Wie bei Corona gilt auch in der Klimapolitik die Strategie „flatten the curve“. Wir müssen den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase reduzieren“, heißt es in dem Beitrag.

Klima- und Naturschutz gehörten deshalb wieder zuoberst „auf unsere Agenda.“ Bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise dürfe es kein „Weiter so“ nach eingefahrenen Mustern geben. „Wir brauchen einen Neustart für unsere Wirtschaft mit Innovationen, die konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind.“

Sichere Arbeitsplätze und eine starke Klimapolitik seien kein Widerspruch. Eine gesunde Wirtschaft, die wegkomme von Kohle, Öl, Gas und Abfallbergen, schaffe Wachstum und Arbeitsplätze mit Zukunft. „Wir sollten deshalb nicht in die Vergangenheit investieren, sondern in neue, umweltfreundliche Technologien, in sauberen und bezahlbaren Strom aus erneuerbaren Energien und in Sektoren, die aus Altem Neues machen.“

Eine solche Strategie könne aber nur erfolgreich sein, wenn die Klimapolitik gemeinsam mit der Bevölkerung gestaltet werde. Dafür seien Infrastrukturen nötig, mit denen ein klimafreundlicher Alltag selbstverständlich werde.

Notwendig seien Investitionen in eine saubere Mobilität, in Ladestationen für Elektrofahrzeuge, in bessere Zugverbindungen, Fernwärmenetze oder in energieeffiziente Häuser und Wohnblocks. (dts Nachrichtenagentur)

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