Samstag 9.Mai 2026

Staatsanwaltschaft Karlsruhe und Polizei zerschlagen mutmaßliches Drogennetz

17. Januar 2026 | Kategorie: Nordbaden

Foto: Pfalz-Express

Karlsruhe – Mit einer großangelegten, länderübergreifenden Razzia sind die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und das Polizeipräsidium Karlsruhe gegen mutmaßlichen organisierten Drogenhandel vorgegangen.

Nach intensiven Vorermittlungen durchsuchten Polizeikräfte am Mittwoch und Donnerstag zahlreiche Objekte in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Im Zuge der Durchsuchungen vollstreckten die Ermittler mehrere Haftbefehle. Zudem stellten sie Bargeld, Schmuck und hochwertige Luxusbekleidung im Wert von weit über 100.000 Euro sicher. Auch zahlreiche Beweismittel wurden beschlagnahmt. Besonders brisant: Die Einsatzkräfte fanden rund ein Kilogramm Heroin sowie mehrere scharfe Schusswaffen und Munition.

Hintergrund der Aktion ist ein komplexes Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Karlsruhe.

Im Fokus stehen unter anderem der Verdacht des organisierten Handels mit Heroin und Kokain sowie kriminelle Strukturen, die bundesländerübergreifend agiert haben sollen. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, mit Rauschgift in nicht geringen Mengen gehandelt zu haben. Die Betäubungsmittel sollen aus dem benachbarten Ausland nach Deutschland geschmuggelt worden sein.

Als mutmaßlicher Kopf der Gruppierung gilt ein 53-jähriger Mann, der bereits in jüngerer Vergangenheit wegen Heroinhandels inhaftiert war.

Auf Grundlage zuvor erlassener richterlicher Beschlüsse des Amtsgerichts Karlsruhe durchsuchten Einsatzkräfte der Polizeipräsidien Karlsruhe, Offenburg, Konstanz und Düsseldorf sowie des Polizeipräsidiums Einsatz insgesamt 20 Wohnungen. Die Maßnahmen erstreckten sich über Karlsruhe, Offenburg, Kehl, Trossingen und Jüchen in Nordrhein-Westfalen.

Bislang wurden fünf Beschuldigte festgenommen, vier Männer und eine Frau. Sie befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen dauern an. Die sichergestellten Beweismittel werden derzeit noch ausgewertet.

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