
Foto: dts nachrichtenagentur
Berlin – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hofft, durch die geplanten regionalen Obergrenzen bei Neuinfektionen möglichst keine bundesweiten Einschränkungen mehr durchsetzen zu müssen.
„Das ist genau das Ziel“, sagte Spahn im RTL/n-tv-„Frühstart“. Die Bevölkerung habe das jetzt selbst in der Hand: „Es liegt an uns. An unser aller Verhalten im Alltag, ob dieses Virus wieder eine Chance auf Ausbreitung hat oder nicht.“ Die meisten Bürger achteten aufeinander. „Wenn wir uns das erhalten, nicht nur für zwei Wochen, sondern für ein wenig länger, dann braucht es eben keine zusätzlichen staatlichen Maßnahmen. Schon gar nicht bundesweit.“
Dann könne man lokal auf Ausbruchsgeschehen reagieren. Einen erneuten deutschlandweiten Shutdown ausschließen wollte Spahn allerdings nicht: „Ausschließen kann man in einer Lage wie dieser natürlich nichts. Dafür ist das alles zu dynamisch. Keiner von uns kann sagen, was in zwei, vier oder zehn Monaten ist.“ Der CDU-Politik er hob die Bedeutung einheitlicher Kriterien zwischen Bund, Ländern und Kommunen hervor.
„Gemeinsame Grundsätze schaffen Vertrauen, ein zusammenhangloser Flickenteppich schafft Verwirrung.“ Die Kriterien seien die Basis für eine Reaktion bei regional wieder stark steigenden Infektionszahlen. „Je nachdem ob das in einer Schule ist oder einer Pflegeeinrichtung oder ob es sich auch breiter lokal verbreitet, dass wir dann schnell gemeinsam reingehen, Infektionsketten unterbrechen, Kontaktpersonen auffordern, zu Hause zu bleiben, dann kann es eben auch gelingen, dass dann nur regional beschränkt überhaupt zu Einschränkungen kommen muss“, so Spahn. (dts Nachrichtenagentur)

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