Berlin – Aktuell gehören sieben parlamentarische Staatssekretäre ohne Bundestagsmandat der Bundesregierung an.
Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die Funke-Mediengruppe berichtet. Normalerweise sind parlamentarische Staatssekretäre, die in einem Ministerium arbeiten, gleichzeitig Abgeordnete des Bundestages.
Sie wirken in der Regel als eine Art Scharnier zwischen Parlament und Ministerium. Laut Gesetz endet deren Amtszeit „mit dem Ausscheiden des parlamentarischen Staatssekretärs aus dem Deutschen Bundestag“.
Nach einer Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages aus dem Jahr 2013 ist jedoch unklar, ob parlamentarische Staatssekretäre, die nicht mehr im Bundestag sitzen, in einer geschäftsführenden Regierung ihr Amt weiter bekleiden sollten.
„Die Streitfrage lässt sich nicht eindeutig entscheiden“, heißt es in der Ausarbeitung. Die Linke kritisiert die aktuelle Praxis der Bundesregierung.
„Von den Kosten einmal abgesehen halte ich es für diskussionswürdig, inwieweit die parlamentarischen Staatssekretäre ihre spezielle Scharnierfunktion zwischen Parlament und Regierung ohne Abgeordnetenmandat für eine so lange Zeit überhaupt adäquat wahrnehmen können“, sagte Jan Korte, parlamentarischer Geschäftsführer der Linksfraktion, den Funke-Zeitungen.
Ihre Arbeit könne gerade in der Phase einer geschäftsführenden Bundesregierung auch von den Ministerinnen und Ministern selbst erledigt werden. „Auch wenn alles rechtlich in Ordnung sein mag, sollten wir die jetzige Situation zum Anlass nehmen, hier eine klare Regelung zu schaffen“, so Korte.
Die Bezüge der sieben parlamentarischen Staatssekretäre ohne Mandat belaufen sich laut dem Regierungspapier auf knapp 11.000 Euro im Monat pro Amtsträger.
Hinzu kommt in mehreren Fällen ein Ortszuschlag von gut 1.100 Euro. Von November 2017 bis Ende Januar 2018 wurden ohne Ortszuschlag also knapp 250.000 Euro gezahlt. Am 24. Oktober 2017 hatte sich der neue Bundestag konstituiert.
Die Regierungsbildung zieht sich nach der Wahl Ende September länger hin als bislang üblich. Die Bundesregierung ist nur noch geschäftsführend im Amt. (dts Nachrichtenagentur)
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken



Berlin- Der Deutsche Anwaltverein (DAV) fordert eine stärkere Beteiligung des Bundestags an Entscheidungen über Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. „Wir brauchen mehr ...
Berlin – Der designierte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) verspricht, dass es ostdeutsche Staatssekretäre geben wird. Auf die Kritik, in der neuen Ministerriege ...
Berlin- Grüne und Linke im Bundestag unterstützen den Vorstoß der FDP zu einer kontrollierten Freigabe von Cannabis im Rahmen von Modellprojekten. Über ...
Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel muss sich bereits für die Zeit nach der Sommerpause darauf einstellen, sich den Bundestagsabgeordneten in Regierungsbefragungen direkt ...
Birkenhört/Berlin – Der CDU-Bundestagsabgeordnete für die Südpfalz, Dr. Thomas Gebhart, hat den Birkenhördter Janik Drieß eingeladen, den Deutschen Bundestag als Abgeordneter auf ...
Berlin – Die Linke will mit der SPD gegen das geplante neue NRW-Versammlungsgesetz mit einer Normenkontrollklage vorgehen. „Es gibt jetzt die Chance ...
Berlin – Das Bundeskanzleramt will zahlreiche Parlamentarische Staatssekretäre länger als notwendig im Amt belassen. Betroffen sind davon sieben Politiker der FDP, die ...
Berlin- Im Jahr 2018 sind laut eines Zeitungsberichts sieben Extremisten innerhalb der Bundeswehr enttarnt worden. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter ...
Berlin – Die heftige Kritik in der Öffentlichkeit an dem geplanten Wechsel von Ex-Kanzleramtschef Ronald Pofalla in den Vorstand der Deutschen Bahn ...
Berlin – FDP-Chef Christian Lindner hat die Fraktionen des Bundestages dazu aufgefordert, sich für eine Corona-Sondersitzung vor der Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag einzusetzen. ...
Berlin – Knapp 11.000 Angehörige von Flüchtlingen warten auf einen Termin in deutschen Auslandsvertretungen für ein Visum zum Familiennachzug. Insgesamt 10.974 Terminanfragen ...
Berlin – Die Opposition im Bundestag hat in der auslaufenden Legislaturperiode so viele parlamentarische Anfragen an die Bundesregierung gestellt wie nie zuvor. ...












