Montag 12.Oktober 2026

Schüsse in Stade mit sechs Toten: Sorgerechtsstreit vermutlich Motiv

29. Juni 2026 | Kategorie: Nachrichten

Foto: dts Nachrichtenagentur

Stade – Die Polizei vermutet als Motiv hinter den tödlichen Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung mit Mutter-Kind-Einrichtung in Stade einen Sorgerechtsstreit. Sechs Menschen starben. 

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 45-jährigen Mann, der in Deutschland geboren wurde, die türkische Staatsangehörigkeit besitzt und im Raum Hannover wohnt, so die Polizeidirektion Lüneburg. Nach derzeitigem Stand liege das Motiv „im familiären Umfeld.“

Der Mann hatte n diesem Tag in der Jugendhilfeeinrichtung einen Termin mit verschiedenen Mitarbeitern zum Sorgerecht seiner drei Monate alten Tochter. Das Kind war zusammen mit seiner 34-jährigen Mutter in der Einrichtung untergebracht. Beide blieben unverletzt. Die Tochter wurde vorerst in die Obhut des Jugendamts übergeben, da sich die Mutter noch in „polizeilichen Maßnahmen“ befinde, so die Polizei am Abend. 

Außerdem nahm die Polizei eine 65-jährige Frau in Gewahrsam. Sie war die Fahrerin des Fluchtfahrzeugs und weist nach derzeitigem Erkenntnisstand eine enge Verbindung zur Familie auf.

Getötet waren Mitarbeiter

Die Opfer der Tat sind zwei Männer und vier Frauen, die alle Mitarbeiter der Einrichtung waren. Die Ermittler sprachen von einer „extrem kaltblütigen Gewalttat“. Der mutmaßliche Täter war polizeibekannt, jedoch bislang nicht als gewalttätig verzeichnet. Er besaß keine Erlaubnis zum Führen einer Waffe, die Herkunft der Tatwaffe ist bisher unbekannt.

Die Polizei war unmittelbar nach den Notrufen mit mehreren Streifenwagenbesatzungen vor Ort. Nach der Sicherung des Objekts fanden die Einsatzkräfte zunächst vier Tote fest. Eine weitere Person verstarb trotz Reanimationsmaßnahmen noch am Einsatzort, eine sechste Person erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen.

Die Polizei bat um Rücksicht auf die Angehörigen der Opfer. Weitere Ermittlungen sind im Gange, um die genauen Hintergründe der Tat zu klären. (red / dts Nachrichtenagentur)

Gefällt Ihnen unsere Zeitung?

Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.

⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Zur Startseite

Abonnieren Sie auch unseren Pfalz-Express-Kanal bei YouTube

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Kommentare sind geschlossen