Montag 12.Oktober 2026

Sabotage an der Bahnstrecke Köln-Düsseldorf: Durchtrennte Kabel lähmen Verkehr – Staatsschutz ermittelt

22. September 2025 | Kategorie: Nachrichten

Symbolbild: Pfalz-Express

Leverkusen. Ein gezielter Sabotageakt hat am Montagmorgen (22. September) den Zugverkehr auf der wichtigen Nord-Süd-Strecke zwischen Köln und Düsseldorf erheblich gestört.

Unbekannte Täter durchtrennten in der Nacht zum 22. September 2025 Kabel in einem unterirdischen Schacht bei Leverkusen mit einem Trennschleifer, wodurch ein Stellwerk außer Betrieb gesetzt wurde. Die Polizei stuft den Vorfall als Sabotage ein und schließt einen politischen Hintergrund nicht aus. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Erhebliche Beeinträchtigungen für Reisende

Die Schäden, die kurz nach Mitternacht an mehreren Stellen entlang der Strecke entdeckt wurden, führten zu massiven Störungen. Nach Angaben der Deutschen Bahn (DB) mussten Züge umgeleitet und Ersatzbusse organisiert werden, was zu erheblichen Verspätungen führte.

Die Strecke, eine der meistbefahrenen Verbindungen am Rhein, war bis zum Abend nicht voll funktionsfähig. Die DB entschuldigte sich bei den Fahrgästen und kündigte Entschädigungen an. Ursprünglich vermutete man Vandalismus oder einen versuchten Kabeldiebstahl, doch die professionelle Ausführung – die Kabel wurden präzise durchtrennt – deutet auf eine geplante Aktion hin. Bahnmitarbeiter sicherten die betroffenen Bereiche, während die Polizei Spuren sammelte.

Teil einer Serie von Angriffen

Dieser Vorfall reiht sich in eine besorgniserregende Serie von Attacken auf die Infrastruktur der Deutschen Bahn ein. Anfang August 2025 wurde die Strecke Düsseldorf-Duisburg durch Brandsätze lahmgelegt, wobei ein Bekennerschreiben auf eine linksextreme Gruppe hinwies.

Ende August gab es einen ähnlichen Vorfall in Wuppertal, und am 13. September brannte ein Stellwerk auf der Strecke Berlin-Hannover. Experten warnen, dass die Bahn zunehmend Ziel ideologisch motivierter Angriffe wird.

Ermittlungen und Forderungen nach mehr Schutz

Die Polizei Köln untersucht mögliche Verbindungen zu früheren Anschlägen und prüft, ob extremistische Motive – etwa aus dem linksextremen Spektrum – vorliegen. „Die Präzision des Angriffs deutet auf eine gezielte Sabotage hin“, erklärte ein Polizeisprecher.

Ein Bekennerschreiben liegt bislang nicht vor.Politiker fordern Konsequenzen: „Die Bahn ist ein zentraler Bestandteil unserer Infrastruktur. Solche Angriffe gefährden Mobilität und Wirtschaft“, betonte ein Sprecher des NRW-Verkehrsministeriums.

Die Deutsche Bahn kündigte an, ihre Sicherheitsmaßnahmen zu überprüfen, um zukünftige Vorfälle zu verhindern. 

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