
Foto: dts Nachrichtenagentur
Würzburg – Einen zweiten Lockdown darf es nach Ansicht von S.Oliver-Chef. Claus-Dietrich Lahrs nicht geben. Schon den ersten fand er „höchst mutig“, sagte er dem „Handelsblatt“.
Inzwischen sei nämlich auch der „hohe Preis bekannt, den wir mit den globalen Gegenmaßnahmen zahlen“. In Deutschland begegne ihm zwar häufig das trügerische Gefühl, man habe das Gröbste schon hinter sich.
Die Wahrheit sei aber: „Diese Pandemie hat eine Weltwirtschaftskrise provoziert.“ Seine Empfehlung: „Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben. Ohne Hysterie und damit verbundenen weiteren harten Lockdowns.“
Trotz des schwierigen Umfelds fühlt sich die S.Oliver-Gruppe finanziell stark genug, um kräftig zu investieren. „In den nächsten fünf Jahren werden wir rund 150 Millionen Euro in die Hand nehmen: für Logistik, IT, neue Software inklusive KI-Lösungen, neue Filialen und die Auslandsexpansion“, kündigte Lahrs an.
Außerdem will der Chef des Familienunternehmens aus Rottendorf den Ums atz in den nächsten Jahren von zuletzt 1,3 Milliarden Euro verdoppeln. An diesem Ziel ändere auch Corona nichts.
Für das laufende Jahr rechnet er allerdings mit einem Umsatzeinbruch, der „zwischen 15 bis 20 Prozent liegen dürfte“. Die Unternehmensgruppe, zu der auch Marken wie Liebeskind und Comma gehören, könnte die Krise sogar nutzen, um weitere Marken zu kaufen.
Kurzfristig sei das zwar nicht geplant, sagte Lahrs, der vorher unter anderem Vorstandschef von Hugo Boss und Bottega Veneta war. Aber er meint auch: „Wir würden uns solche Übernahmen durchaus zutrauen.“ (dts Nachrichtenagentur)
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