Offenbach. Richtfest in der Hauptstraße 88: Die Lebenshilfe errichtet dort zur Zeit in einem ersten Bauabschnitt ein zweistöckiges Gebäude. Hier sollen bis Ende Mai, Anfang Juni 2016, 40 Tagesplätze für WfB-Rentner sowie acht stationäre (Wohn)-Plätze für Mitarbeiter der Werkstätten (WfB) entstehen. Die Baukosten belaufen sich auf 2,3 Millionen Euro.
Der imposante Dachstuhl war Schauplatz des traditionellen Richtfest-Ritus mit Spruch und Zerschlagen eines Glases.
Überhaupt dieser Dachstuhl: Auch Landrätin Riedmaier lobte anschließend die Ausführung des selben. „Der Bau ist sehr wohlproportioniert. Durch die Dachlandschaft passt er sehr gut in den Ort.“ „Wunderbar“ nannte ihn Georg Rothöhler, Vorsitzender der Lebenshilfe e. V., der auch die Begrüßung der Gäste übernommen hatte.
Im Gebäude soll Werkstattrentnern der WfB „Tagesstrukturierende Angebote“ unterbreitet werden. „Auch nach der Arbeit sollen alle zusammen leben können in einer Art Familienverband“, so Rothöhler. Er dankte Theresia Riedmaier „Sie sind immer für uns da“, Bürgermeister Wassyl für die Möglichkeit, Gemeindefläche mit nutzen zu können und nicht zuletzt den ausführenden Firmen und Architekt für die gute Zusammenarbeit.
Der Geschäftsführer der Lebenshilfe, Heiner Dahl betonte: „Hier in Offenbach schlägt das Herz der Lebenshilfe“. Es gäbe viele Gründe, diesen Standort zu wählen wie zum Beispiel das Mehrgenerationenhaus, ein reges Vereinsleben, gute Einkaufsmöglichkeiten, ärztliche Versorgung und Anbindung an den ÖPNV. „Das ist gut für eine gelebte Inklusion“.
Alexander Schweitzer habe noch als Gesundheitsminister sehr intensive Unterstützung bei diesem Vorhaben geleistet. Auch Dahl freute sich über die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Gemeinde Offenbach. In Rekordzeit habe man den Bau vor vier Monaten begonnen.
„Wir hoffen, bis Mitte nächsten Jahres einziehen zu können. Zumal die betreffenden Personen und auch das Personal schon sehnsüchtig warten.“
Landrätin Riedmaier gab ein dickes Kompliment an den ehemaligen Bau-und Sozialdezernenten Georg Rothöhler, den sie 2005 verabschiedet hatte.“Er versteht eben von beiden Bereichen sehr viel“.
In den 60er Jahren sei es nicht selbstverständlich gewesen, dass Menschen mit Behinderung Aufmerksamkeit und Betreuung erfahren hätten. „Da hat man ein behindertes Familienmitglied eher noch verborgen.“ Nach einem Paradigmenwechsel lebten Menschen mit Behinderung nun mitten in der Gesellschaft. Die Lebenshilfe habe sehr viel dafür geleistet. Und: „Es gibt nie ein Stillstehen und immer neue Ideen.“ (desa)

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