
Symbolbild Pfalz-Express
Mainz. Die Post- und Paketdienste in Rheinland-Pfalz stehen erneut in der Kritik: Im Jahr 2024 verzeichnete die Bundesnetzagentur 2.342 Beschwerden zur Postversorgung – so viele wie noch nie.
Dies geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Lisa-Marie Jeckel (FREIE WÄHLER) hervor. Gegenüber den Vorjahren bedeutet dies einen deutlichen Anstieg.
Häufige Kritikpunkte sind verspätete oder verloren gegangene Sendungen, unregelmäßig geleerte Briefkästen sowie angeblich fehlgeschlagene Zustellversuche. Auch die Schlichtungsstelle Post meldete mit 178 Anträgen im Jahr 2024 eine gestiegene Nachfrage. Besonders im Fokus steht Marktführer DHL mit seiner Briefsparte Deutsche Post, die zugleich mit wirtschaftlichen Herausforderungen wie Tarifsteigerungen und Stellenabbau konfrontiert ist.
Landesregierung verweist auf Bundesnetzagentur
Auf Nachfrage zu möglichen Maßnahmen zur Verbesserung der Zustellqualität erklärte die Landesregierung, dass die Deutsche Post AG gesetzlich zur Sicherstellung der Grundversorgung verpflichtet sei und der Bundesnetzagentur unterliege.
Eigene Maßnahmen habe man daher nicht ergriffen. Lisa-Marie Jeckel bemängelt diese Haltung und fordert mehr Engagement, insbesondere zugunsten ländlicher Regionen, wo eine zuverlässige Postversorgung essenziell sei.
Ländliche Gebiete im Fokus
Die Landesregierung sieht trotz Stellenabbaus keine Einschränkungen der postalischen Grundversorgung. In ländlichen Gebieten setzt die Deutsche Post verstärkt auf Packstationen (591 in Rheinland-Pfalz) und Poststationen (55). Diese Lösungen stoßen jedoch nicht überall auf Akzeptanz. Insbesondere ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität könnten laut Jeckel Schwierigkeiten mit der Nutzung haben.
Portoerhöhungen ohne Qualitätsverbesserung?
Trotz gestiegener Preise für Briefe und Pakete bleibt die Servicequalität ein Streitpunkt. Die Landesregierung verweist erneut auf die Zuständigkeit der Bundesnetzagentur. Jeckel kritisiert, dass Verbraucher trotz höherer Kosten oft schlechtere Leistungen erhalten.
Forderung nach mehr Kontrolle
Die FREIEN WÄHLER setzen sich für eine stärkere Überwachung der Dienstleister und bessere Verbraucherrechte ein. Ziel sei es, die Postzustellung in Rheinland-Pfalz verlässlicher zu gestalten. Jeckel betont, dass die Landesregierung hierzu einen aktiveren Beitrag leisten müsse.

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