Hamburg – Die Schäden, die der Sturm Xaver bisher angerichtet hat, sind schwer abzusehen.
Bislang ist es jedoch nach Angaben der Polizeien in den betroffenen Gebieten in den meisten Fällen bei umgestürzten Bäumen, abgedeckten Dächern und leichten Verkehrsunfällen geblieben. Unter anderem kam es auf der A20 bei Rostock zu mehreren Unfällen durch plötzlich einsetzende Schnee-und Graupelschauer. Mehrere Menschen wurden verletzt.
Der Scheitel der durch Orkantief „Xaver“ hervorgerufenen Sturmflut hat inzwischen Hamburg erreicht. Das Wasser stand gegen 06:30 Uhr auf 6,09 Meter über normal Null. Weniger Minuten später hieß es, dass die Wasserstände wieder fallen. Es war eine der schwersten Sturmfluten der vergangenen Jahrzehnte in Hamburg. Zuvor hatte die Innenbehörde der Hansestadt die Bevölkerung aufgerufen, tief liegende Gebiete im Hafen und entlang der Elbe rechtzeitig zu verlassen.
Unterdessen bleibt der Zug-Fernverkehr von und nach Schleswig-Holstein sowie nach Dänemark voraussichtlich bis zum Mittag gesperrt. Im Regionalverkehr in Schleswig-Holstein komme es auf zahlreichen Strecken noch zu Behinderungen, teilte die Deutsche Bahn mit. Auch der Flug-, Schiff- und Fährverkehr wurde weitestgehend eingestellt.
Am Freitag gibt es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) anfangs vor allem im Küstenbereich und auf den Bergen noch Orkanböen über 105 Stundenkilometer aus West bis Nordwest. Sonst gibt es besonders im Norden und Osten Sturmböen oder schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 70 und 95 Stundenkilometer. Am Nachmittag schwächt sich der Wind etwas ab.
Im Norden und Osten sind aber in Schauernähe noch stürmische Böen um 70 Stundenkilometer möglich, hieß es seitens des DWD weiter. An der Küste gibt es dann noch schwere Sturmböen.
Eine fast schon kuriose Auswirkung hat „Xaver“ auf die Energiepreise. Weil Experten davon ausgehen, dass deutsche Windturbinen durch das Orkantief in den kommenden Tagen drei- bis viermal so viel Elektrizität produzieren wie normalerweise, sind die Strompreise stark gesunken. (red/dts Nachrichtenagentur)

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