
Anti-Wehrdienst-Demo (Archiv),
Foto: via dts Nachrichtenagentur
Berlin – Der Anteil der jungen Männer und Frauen, die seit dem 1. Januar auf den Fragebogen der Bundeswehr zum neuen Wehrdienst geantwortet haben, liegt bisher bei rund 25 Prozent.
Dabei sind die Quoten unter den Geschlechtern allerdings extrem unterschiedlich, schreibt das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ in seinen Dienstagausgaben unter Berufung auf „Koalitionskreise“. Für Frauen ist die Antwort freiwillig – Männern drohen dagegen Strafen.
Demnach soll der Rücklauf bei Männern zuletzt bei etwa 50 Prozent gelegen haben – und bei Frauen bei lediglich 6 Prozent. Wie hoch der Anteil derer ist, die zu einem Dienst in der Bundeswehr bereit wären, geht aus den Zahlen nicht hervor. Die Frist, in der männliche 18-Jährige antworten müssen, beträgt vier Wochen. Das Verteidigungsministerium äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.
Im Jahr 2008 wurden knapp 700.000 Kinder geboren – Sie bekommen, sobald sie volljährig sind, einen QR-Code zugeschickt, mit Hilfe dessen sie auf einen Bogen mit Fragen zu ihrer Eignung und Bereitschaft, bei der Bundeswehr zu dienen, zugreifen können. Wer geeignet erscheint und bereit ist, wird zur Musterung geladen.
Ab 2027 sollen alle jungen Männer gemustert werden. Der neue Wehrdienst ist zunächst freiwillig. Ziel des Gesetzes ist es, die Zahl der aktiven Soldaten von heute zirka 184.000 bis 2035 auf 255.000 bis 270.000 zu erhöhen. Gelingt es nicht, genügend Freiwillige zu gewinnen, behält sich die schwarz-rote Koalition die Wiedereinführung der Wehrpflicht vor.
Anfang Februar sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), dass rund 40.000 Fragebögen verschickt worden seien. Zwar ließen sich wohl erst in zwei, drei Monaten Rückschlüsse auf die Bereitschaft junger Männer und Frauen zu einem Dienst in der Bundeswehr ziehen. Er sei dennoch zuversichtlich, auch künftig auf eine allgemeine Wehrpflicht verzichten zu können. Viele Experten und Verteidigungspolitiker in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion bezweifeln das. (dts Nachrichtenagentur)

Diesen Artikel drucken


In zahlreichen Städten sind am Freitag überwiegend junge Leute auf die Straße gegangen, um gegen den am selben Tag beschlossenen neuen Wehrdienst ...
Berlin – Auf dem härter umkämpften Arbeitsmarkt macht die Bundeswehr insbesondere bei Abiturienten Boden gut. Unter den rund 125.000 Bewerbern des vergangenen ...
Wiesbaden – Im Jahr 2017 haben in Deutschland 45 Prozent der Frauen ab 65 Jahren allein in einem Haushalt gelebt. Der Anteil ...
Auch ohne den ab 2026 geplanten neuen Wehrdienst ist die Zahl der Neueinstellungen bei der Bundeswehr auf den höchsten Stand seit mehreren ...
Berlin – Der Bundeswehr gehen die Bewerber für den freiwilligen Wehrdienst aus. Nach Informationen der „Welt“ ist die Zahl der jungen Männer ...
Berlin – In der der CDU mehren sich die Stimmen, die Wehrpflicht wieder einzusetzen oder eine allgemeine Dienstpflicht zu schaffen. „Wir brauchen ...
Berlin- Die Bundeswehr hält weitere 10.000 Soldaten bereit, um in der Coronakrise Gesundheitsämter und Impfzentren zu unterstützen. „Wir haben ein Kontingent von ...
Wiesbaden – Der größere Teil der Bevölkerung Deutschlands ist weiblich: Über die Hälfte der insgesamt 82,5 Millionen Menschen, die Ende 2016 in ...
Berlin – Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, hat die hohe Abbrecherquote bei freiwillig Wehrdienstleistenden in der Bundeswehr beklagt und ...
Berlin – Der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban (CDU), hat die SPD im Zusammenhang mit der Debatte um die Wiedereinführung der ...
Berlin – Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, hält eine Wiedereinführung der Wehrpflicht schon aus praktischen Gründen für unmöglich. Die Bundeswehr sei ...
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat am Mittwoch seine Pläne für einen „Auswahlwehrdienst“ vorgestellt. Künftig sollen demnach alle 18-Jährigen digital für einen Fragebogen ...













