Dienstag, 16. April 2024

Neustadt mietet Wohncontainer für Unterbringung von Flüchtlingen

15. März 2023 | Kategorie: Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Regional

Wohncontainer.
Foto: Pfalz-Express

Neustadt – Zur Unterbringung von geflüchteten Menschen will die Stadt Wohncontainer anmieten. Darüber hat die Verwaltung den Stadtrat in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstagabend informiert.

Errichtet werden sollen die Container neben der bereits bestehenden Sammelunterkunft für Geflüchtete in der Europastraße. Sie sollen etwa 70 Menschen Platz bieten.

Das Mietmodell habe gegenüber dem Erwerb baurechtliche Vorteile, hieß es. Beispielsweise muss nicht zunächst in einem aufwändigen Verfahren der Bebauungsplan geändert werden. Zudem sind die Miet-Container wesentlich schneller lieferbar, sodass bereits im Sommer mit der Aufstellung zu rechnen ist. Würden die Container gekauft, müsste wahrscheinlich bis Jahresende gewartet werden.

Aktuell leben knapp 1.200 Geflüchtete plus 560 aus der Ukraine vertriebene Menschen in Neustadt. Davon sind 590 Menschen in städtischen Unterkünften untergebracht (inklusive 160 Ukrainerinnen und Ukrainer). Aktuell verfügt Neustadt über sieben Gemeinschaftsunterkünfte, die derzeit mit 530 Personen belegt sind, sowie über 19 Wohnungen, die mit 60 Menschen belegt sind.

Ab Sommer droht Engpass

Aufgrund der Erweiterung von Kapazitäten in den vergangenen Monaten verfügt Neustadt aktuell noch über freie Plätze. Nach den Prognosen sei aber spätestens ab Sommer mit einem massiven Engpass zu rechnen, so die Stadt. Daher arbeite die Stadtverwaltung an der Schaffung weiterer Unterbringungsmöglichkeiten, wie etwa an dem Miet-Container-Modell.

Zudem wird die Gemeinschaftsunterkunft in der Landwehrstraße nach einem Wasserschaden saniert, was weitere 40 Plätze schafft. Außerdem soll die Gemeinschaftsunterkunft in der Böhlstraße langfristig ein weiteres Gebäude erhalten. Denn es wird nicht damit gerechnet, dass der Flüchtlingsstrom und die damit verbundenen Zuweisungen durch das Land zeitnah abreißen. Daher könnten in Neustadt im Notfall auch Festhallen belegt werden, was nach Möglichkeit aber verhindert werden soll.

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