
Oliver Wittmann, Armin Heer (Firma Harsch-Projektleitung), Bernhard Eck (EWL), Anton Mühlbauer (Stahl-und Metallbau), Dipl-Ing. F-J.Donauer (BORAPA) und Bürgermeister Thomas Hirsch (v.l.) zeigen einen Konstruktionsplan der Brücke.
Fotos: Ahme
Landau. Der „Wohnpark Am Ebenberg“ wird zukünftig nicht nur über die bestehenden Straßen der Südstadt erreichbar sein. Bürgermeister Thomas Hirsch und der Vorstand EWL, Bernhard Eck, stellten die zukünftige Radfahrer- und Fußgängerbrücke sowie weitere Baumaßnahmen im Umfeld des Landesgartenschaugeländes vor.
„Es war ein dickes Brett, diese Brücke zu bauen“, sagt Hirsch und erinnert an „den schönen Entwurf einer Holzkonstruktion, der vom Landesrechnungshof verworfen wurde“. Nun wurde der zweite Sieger zum Ersten gemacht, denn die Brücke Ost wird nun nach einem Entwurf der BORAPA im Stil einer „Klassischen Eisenbahnbrücke“ gebaut.
Die Rampen sind fertig, die sogenannten Widerlager als Abschluss der Brücke auf beiden Seiten erstellt, die Brückenteile sind angeliefert. Die komplette Stahl-Brücke wurde mittels Schwertransportern an die Baustelle gebracht. Jedes Stahl-Element wiegt cirka 5 Tonnen. Zwischen den Bahngleisen bekommen die Elemente jetzt ihren Korrosionsschutz, werden dann in der Farbe anthrazit lackiert und anschließend zusammen gesetzt.
Der EWL, der im Auftrag der Stadt das Projekt geplant und koordiniert hat, ist zuversichtlich: „Die Brücke wird planmäßig im Frühjahr 2014 fertig und frei gegeben sein. Die Verlegung der Gartenschau ins Jahr 2015 hat auf die Verkehrsfreigabe keinen Einfluss“, sagen Hirsch und Eck.
In der letzten Oktoberwoche werde es noch einmal richtig spannend, verriet Eck. „Da heben wir die vormontierten Brückenteile in ihre Position und montieren den kompletten Überbau“. Das wird wahrscheinlich in der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober geschehen.
Steht der Überbau, müssen noch die Bodenplatte hergestellt, sowie Handläufe, Beleuchtung und Holzlamellen montiert werden. „Damit sind wir über den Winter beschäftigt, da wir nicht bei jeder Witterung arbeiten können“, weiß Eck.
Die neue Brücke wird als Ost-West-Verbindung für Radfahrer und Fußgänger der südlichen Stadtbereiche dienen und während der Landesgartenschau 2015 die Haupteingangs- und Zugangsfunktion für die Besucher von außerhalb Landau bilden. Sie schafft auch eine Verbindung zwischen den neuen Parkplätzen im Gewerbepark und der Siebenpfeiffer-Allee, die in etwa zehn Minuten erreicht werden kann. Dort ist auch der Haupteingang für die Landesgartenschau geplant.
„Der Weg zum Gartenschaugelände ist nicht nur funktional, sondern auch eine eigene Attraktion, da dem Besucher vor Eintritt in die Gartenschau ein Gesamtblick über die südlichen Stadtbereiche und ihren Wandel seit dem Abzug des Militärs vor ca. 15 Jahren eröffnet wird“, beschreibt es der Entsorgungs-und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL).
Die Anbindung der Siebenpfeiffer-Allee an die Rhein-und Maximilianstraße wird zunächst aus finanziellen Gründen als Provisorium ausgeführt. Bis November werden die Arbeiten zwischen Franz-Schubert-Straße und Siebenpfeiffer-Allee abgeschlossen sein, der Einmündungsbereich soll bis Jahresende fertig sein.
Die zukünftige Paul-von Denis-Straße ist zur Zeit als Straße noch nicht zu erkennen. Sie wird aber wichtig sein um die Südstadt vom Verkehr zu entlasten. „Über sie soll der Busverkehr zur Landesgartenschau führen und der Bauverkehr für private Projekte auf dem ehemaligen Kasernenareal. Die Paul-von-Denis-Straße soll 2016/17 fertig sein. Dann wird sie 2,4 Millionen Euro gekostet haben. „Wir hoffen bei der Finanzierung auf die Verkaufserlöse der Grundstücksverkäufe“, so Hirsch.
(Info: Bilder zeigen die Brückenwiderlager aus unterschiedlichen Perspektiven, Häuser im Bau, Bild Nr. 5 und 6 zeigen die zukünftige Von-Denis-Straße). (desa)
Die Brücke Ost:
Spannbreite: über 60 Meter
Gesamtkosten: rund zwei Millionen Euro
Höhe: 7 Meter
Verkehrsfreigabe: Frühjahr 2014
Gewicht: 45 Tonnen

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