
Claus Schick (l.) und Clemens Hoch informierten zum geplanten neuen Bestattungsgesetz.
Foto: privat
Haßloch. Flussbestattung, Aufbewahrung einer Urne zu Hause, die Frage der Sargpflicht, flexiblere Ruhezeiten – die Nachfrage nach deutlich mehr Wahlmöglichkeiten bei Bestattung hat im rheinland-pfölzischen Landtag Gehör gefunden.
Seit einigen Wochen wird an einem neuen Bestattungsgesetz für das Bundesland gearbeitet. „Mir ist es bei solchen Abläufen wichtig, die Meinungen der Menschen in der Region zu hören, damit wir im Gesetzgebungsprozess auch darauf eingehen können“, begründete am Mittwoch Abend der Landtagsabgeordnete Claus Schick die Einladung zu einer Diskussionsveranstaltung mit Clemens Hoch, dem zuständigen Staatsminister.
Hoch informierte über die Notwendigkeit der Aktualisierung des Bestattungsgesetzes und stellte einige der neuen Wahlmöglichkeiten vor, über die aktuell im Ministerium und im Landtag diskutiert werden. Noch ist das Gesetz nicht verabschiedet und noch steht nicht abschließend fest, welche Neuerungen eine parlamentarische Mehrheit finden werden. Hoch hob hervor, wie wertvoll hier der direkte Austausch mit den Bürgern sei, aus diesen Diskussionen nehme er Anregungen für die weitere Arbeit im Landtag und in der Landesregierung mit.
Neben den Änderungen beim Bestattungswesen war den Besuchern der Veranstaltung auch die Frage der Finanzierung wichtig. Während kommunale Vertreter an den Auswirkungen für die Friedhofsgebühren interessiert waren, sprachen Andere die Herausforderung der Kosten einer Bestattung für die Erben an.
„Ich begrüße die Einführung von Wahlmöglichkeiten im Bestattungsgesetz, unsere Gesellschaft wird vielfältiger und die Menschen möchten auch eigene Wünsche und Vorstellungen für ihre letzte Ruhe umsetzen können. Ich finde, das sollten wir ermöglichen“, fasste Schick seine Einschätzung zum Gesetzentwurf zusammen.
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