
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin – Die Pläne für einen deutschen Weltraum-Bahnhof werden konkret. Im Herbst will der Industrieverband BDI gemeinsam mit Schiffbau-Unternehmen ein Konzept für einen Startplatz für Miniraketen vorlegen, berichtet das „Handelsblatt“.
Von der ursprünglichen Idee, einen Standort an Land zu finden, etwa am Flughafen Rostock-Laage, hat sich die Industrie inzwischen verabschiedet. Eine schwimmende Plattform in der Nordsee soll als Startplatz dienen.
„Wir haben viele Gespräche mit der maritimen Wirtschaft geführt. Eine Offshore-Plattform als Startplatz ist technisch machbar“, sagte BDI-Weltraumexperte Matthias Wachter dem „Handelsblatt“. Aktuell erarbeite die maritime Wirtschaft die Spezifikation für die Plattform, „die auch ein erstes Preisschild tragen soll“, so Wachter. Nach der Sommerpause werde der BDI darüber mit dem Wirtschaftsministerium verhandeln.
Ein Startplatz für Miniraketen ist aus Sicht des BDI notwendig, damit die hiesigen Raumfahrt-Unternehmen auch geschäftlich abheben können. Die Coronakrise hatte die New-Space-Startups hart getroffen. Inzwischen fördert das Bundeswirtschaftsministerium drei Entwickler von Kleinraketen. (dts Nachrichtenagentur)
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