Die NATURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI) lehnt die Forderungen der stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Julia Klöckner zum Abschuss von Wölfen ab.
Klöckner hatte der „Rheinischen Post“ gesagt: „Wir wollen, dass Wölfe, die Weidezäune überwunden haben oder für den Menschen gefährlich werden, entnommen werden.“
„Entnehmen“ heißt „Töten“. Tierschützer wie die NI sagen jedoch: „Der Wolf ist keine Gefahr für den Menschen.“ Seit der Rückkehr der Wölfe im Jahr 2000 habe es keinen einzigen Fall gegeben bei welchem sich ein freilebender Wolf aggressiv gegenüber einem Menschen gezeigt habe.
Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland sei vielmehr eine Bereicherung für die Biodiversität und die Ökosysteme. Zudem übe der Wolf in seinem Lebensraum vielfältigen ökologischen Einfluss aus.
„Frau Klöckner sollte sich besser dafür einsetzen, dass sich die Gesellschaft wieder an das Leben mit dem erneut einheimischen Wolf gewöhnt und ihn willkommen heißen.
Die Forderung nach einer Bejagung des Wolfes dient wohl eher Lobbyinteressen und widerspricht dem europäischen Artenschutzrecht.
Wir werden daher alle rechtlichen Schritte ausschöpfen, um den erneuten Angriff auf das Bundesnaturschutzgesetz und das europäische Artenschutzrecht zu verhindern“, erklärte Harry Neumann, Bundesvorsitzender der NI. (red/desa)

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Was Frau Klöckner und die wahrscheinlich neue Große Koalition da von sich geben und beschlossen haben, ist eindeutig ein Verstoß gegen EU-Gesetzte und das Naturschutzrecht. Die SPD hatte uns von Wolfsschutz-Deutschland auf unsere Fragen zur Bundestagswahl noch eindeutig geäußert, dass sie nichts am Schutzstatus der Wölfe ändern werde, weil es keinen Grund dafür gibt. Jetzt, nach der wahrscheinlichen Wiederheirat mit der Union weiß die SPD nichts mehr davon! So ist Politik, so ist vor allem die SPD, denn von der Union mit ihren Lobbyisten gegen den Wolf war man ja nichts anderes gewohnt. Dass bei den Beratungen zum Thema Wolf die amtierende Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) gar nicht zugelassen wurde, zeugt von der demokratischen Willenskraft der SPD.
[…] Man wolle Methoden entwickeln, um den Wolfsbestand zu reduzieren. Sagt Wurstlobbyist Schmidt, Frau Klöckner geht sogar so weit zu sagen: „Wir wollen, dass Wölfe, die Weidezäune überwunden haben oder für den Menschen […]