Montag 12.Oktober 2026

Nach der tödlichen Messerattacke in einer Berliner U-Bahn gibt es neue Details zum mutmaßlichenTäter

16. April 2025 | Kategorie: Nachrichten

Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin – Nach der tödlichen Messerattacke am Berliner U-Bahnhof Sophie-Charlotte-Platz am vergangenen Samstag gibt es neue Erkenntnisse zum Tatverdächtigen.

Bei dem Angreifer handelt es sich um einen 2023 verurteilten Syrer, der bereits mehrfach polizeilich auffällig geworden war.

Wie aus Justizunterlagen hervorgeht, wurde der Mann im März 2023 vom Landgericht Chemnitz zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Die Vorwürfe: gefährliche Körperverletzung, tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und Beleidigung.

Der Hintergrund der damaligen Tat: Im Februar 2022 hatte der Mann seiner Schwester in ihrer Wohnung in Chemnitz mit einem Küchenmesser in den Oberschenkel gestochen, offenbar aus Wut darüber, dass sie ihm keinen Einblick in ihr Handy gewährte. Die Verletzung war schwer: acht Zentimeter lang und vier Zentimeter tief. Danach soll er versucht haben, die Blutung zu stillen.

Auch bei seiner Festnahme zeigte sich der Mann aggressiv. Er leistete erheblichen Widerstand, trat gezielt nach Polizisten, schrie lautstark und verletzte einen Beamten, indem er mit dem Kopf gegen dessen Hand stieß. Zudem beleidigte er mehrfach die Einsatzkräfte. Nach einigen Monaten in Untersuchungshaft wurde er im März 2023 zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Zuletzt stand er unter Bewährungsaufsicht des Landgerichts Berlin.

Da der Mann erneut straffällig wurde, seine Auflagen nicht erfüllte und untergetaucht war, beantragte die Staatsanwaltschaft Chemnitz im März 2025 den Widerruf der Bewährung sowie einen Sicherungshaftbefehl.

Am vergangenen Samstag kam es dann zur Eskalation. In einem Zug der U12 im Berliner Westen geriet der Syrer mit einem 29-jährigen Deutschen in Streit. Auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofs Sophie-Charlotte-Platz stach er dem Mann mit einem Küchenmesser tödlich in den Oberkörper. Das Opfer brach dort zusammen und starb trotz Reanimationsversuchen.

Der Angreifer flüchtete zunächst, wurde jedoch kurz darauf von der Polizei gestellt. Da er laut Polizei mit dem Messer auf die Beamten zuging, wurde er mehrfach angeschossen. Er starb später im Krankenhaus.

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