
In luftigen Höhen: Die längste Hängeseilbrücke Deutschlands im Hunsrück.
Fotos: Dominik Ketz / Hunsrück-Touristik
Mörsdorf – Nach fünf Jahren Planungszeit und sechs Monaten Bauzeit wurde am 3. Oktober die Geierlay-Hängeseilbrücke in Mörsdorf eröffnet.
Der Bau der Brücke hat insgesamt 1,1 Millionen Euro gekostet und wurde von der schweizer Spezialfirma CrestaGeo durchgeführt. Trotz jahrelanger Erfahrung und professionellem Equipment war dieses Projekt eine besondere Herausforderung für die Hochseilspezialisten, denn der Bau einer Brücke mit fast 400 Metern Spannweite wurde von der Firma zuvor noch nicht ausgeführt.
Bei herrlichen Spätsommertemperaturen machten sich mehrere Tausend Menschen, darunter auch Touristen aus England, Frankreich und den Niederlanden auf den Weg, um das neue Highlight im Hunsrück zu bestaunen.
Nachdem die Hängeseilbrücke getauft, gesegnet und offiziell eingeweiht wurde, konnten die Besucher selbst die Brücke passieren und das schwindelerregende Abenteuer erleben. Im Anschluss daran gab es ein Bürgerfest.
Die 360 Meter lange und gut 100 Meter hohe Brücke ist etwa 1,2 Kilometer vom Besucherzentrum entfernt und ist nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Das überqueren der Brücke ist kostenlos und die Parkgebühr für ein Tagesticket beträgt 2 Euro.
Das Projekt soll den Wandertourismus fördern und die Gegend für Reisende interessanter machen. Zu Beginn rechnete man mit rund 180.000 Brückengängern jährlich, doch die Erwartungen wurden übertroffen.
Bereits drei Wochen nach der Eröffung überquerten über 45.000 Menschen die Brücke.
Die Geierlay-Hängeseilbrücke ist an den 410 Kilometer langen Fernwanderweg Saar-Hunsrück-Steig angebunden. Die Region um den Premiumweg mit seinen Traumschleifen-Kurztouren wurde am 5. September vom Deutschen Wanderinstitut als Premium-Wanderregion ausgezeichnet.
Das Zertifikat wurde entwickelt um zu garantieren, dass in der Region ein umfassendes Angebot für Wandergäste vorgehalten wird.
Auch Politiker sind von dem Erfolg der Brücke überzeugt, so hieß es in einer Erklärung von Tourismusministerin Eveline Lemke: „Ich bin der Überzeugung, dass die längste Hängeseilbrücke Deutschlands sich auch volkswirtschaftlich rechnet und in den kommenden Jahren Umsatz und Wertschöpfung in die Region bringt“.
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