
Spanische Exklave Ceuta (Archiv)
Foto: via dts Nachrichtenagentur
Ceuta – In der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika sind in den vergangenen Tagen Hunderte Migranten unkontrolliert aus Marokko über die Grenze gelangt.
Die „Guardia Civil“ und die Notdienste seien mit der Situation überfordert gewesen, wie spanische Medien berichten.
Die Migranten, viele von ihnen aus Marokko, erreichten die spanische Küste demnach zu Fuß oder schwimmend und feierten ihre Ankunft mit Jubelrufen und Umarmungen. Einige trugen Kinder auf den Armen und suchten den Weg zu einem Aufnahmezentrum. Die Situation in Ceuta spitzte sich zuletzt immer weiter zu, nachdem die Behörden in der Exklave bereits seit Tagen um nationale Unterstützung gebeten hatten.
Der Präsident der Region, Juan Jesús Vivas, forderte die Regierung auf, den nationalen Notstand auszurufen und die Kontrolle zu übernehmen. Er appellierte zudem an die Bevölkerung, Ruhe zu bewahren und erinnerte daran, dass Ceuta in der Vergangenheit ähnliche Situationen mit Entschlossenheit gemeistert habe.
Hintergrund der angespannten Lage könnte auch ein Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs von Anfang Juli sein. Das Gericht entschied, dass Migranten, die schwimmend nach Ceuta oder Melilla gelangen und auf See aufgegriffen werden, nicht ohne reguläres Verfahren nach Marokko zurückgewiesen werden dürfen.
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Sánchez kündigt Unterstützung für Ceuta an
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez kündigte unterdessen Unterstützung für die Exklave an. In einem Beitrag auf der Plattform X schrieb er, die Regierung sei „voll und ganz darauf bedacht“, eine sofortige Antwort auf die Situation in Ceuta zu geben. Man werde alle notwendigen Ressourcen mobilisieren, mit den marokkanischen und internationalen Behörden zusammenarbeiten und Maßnahmen vorbereiten, um „die Normalität so schnell wie möglich wiederherzustellen“. Dies habe er dem Präsidenten der Region Ceuta, Juan Jesús Vivas, mitgeteilt.
(dts Nachrichtenagentur / red)
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