Donnerstag 11.Juni 2026

Mehr Fahrten für Stadtbahnlinie S52 ab Dezember 2025

18. September 2025 | Kategorie: Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau, Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Nordbaden

Foto: Klaus Hölderich

Karlsruhe / Germersheim – Die bislang eher spärlich verkehrende Stadtbahnlinie S52 zwischen Karlsruhe und Germersheim wird ab dem 15. Dezember 2025 deutlich besser angebunden.

Künftig fahren vier zusätzliche Züge, die vor allem Pendlern aus dem Landkreis Germersheim und Schülern zugutekommen sollen.

Ende des „Schattendaseins“

Bislang ist das Angebot überschaubar: Zwei Fahrten am Morgen ab Germersheim und zwei Rückfahrten am Nachmittag ab Karlsruhe. „Ein attraktiver Taktverkehr sieht anders aus“, heißt es von PRO BAHN, dem Fahrgastverband für die Region Mittlerer Oberrhein/Südpfalz. Durch den Einsatz zusätzlicher Bahnen ab Dezember soll sich das ändern.

Die neuen Abfahrtszeiten liegen in Karlsruhe um 12:37 und 14:37 Uhr, in Wörth um 13:03 und 15:03 Uhr sowie in Germersheim um 13:26 und 15:26 Uhr. Damit soll insbesondere der Schichtwechsel bei Daimler Truck in Wörth besser angebunden werden – bislang war der Anschluss an die Bahn am Nachmittag für Beschäftigte wenig attraktiv.

Wichtige Ergänzung im Netz

Die S52 ist die einzige Stadtbahnlinie, die den Karlsruher Westbahnhof anfährt. Sie ergänzt zudem die Linie S51, die ab Karlsruhe immer zur Minute „:07“ startet, während die S52 ab der Minute „:37“ nach Germersheim fährt. Drei Bahnen pro Stunde zwischen Wörth und Germersheim am Nachmittag sollen den Nahverkehr für die Region deutlich attraktiver machen.

Auch im überregionalen Netz ist die Linie eingebunden: In Germersheim bietet sie Anschluss an den Regionalexpress RE4 Richtung Mainz, in Karlsruhe an den „30er-Knoten“ im Hauptbahnhof. „Das Konzept ist stimmig und sofort erweiterbar – auch ohne Umbau des Bahnhofs Wörth“, betont PRO BAHN.

Blick nach vorn

Im Zuge der Rheinbrücken-Sanierungen und der B10-Baumaßnahmen sind bereits zusätzliche Pendelzüge (S5V) eingerichtet worden. Diese bleiben bestehen und ergänzen das S52-Angebot. Langfristig hofft PRO BAHN, dass weitere Fahrten folgen – etwa am frühen Morgen oder zur besseren Abdeckung am Nachmittag.

Eine Machbarkeitsstudie des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg hatte bereits im Frühjahr 2025 festgestellt, dass ein dichteres Angebot der S52 den größten Effekt im grenzüberschreitenden Nahverkehr erzielen würde.

„Mit S3, S51, S52 und den zusätzlichen S5V-Zügen gibt es ein tragfähiges Nahverkehrskonzept für die Südpfalz und die Region Karlsruhe“, erklärt PRO BAHN-Sprecher Gerhard Stolz. „Jetzt braucht es nur noch die Mittel, um dieses Angebot Schritt für Schritt auszubauen.“

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