
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Nach dem Einbruch des Dax am 20. und 21. September um knappe 500 Punkte scheint der Tiefpunkt überschritten zu sein und der Dax könnte in den kommenden Tagen ebenso schnell wieder nach oben klettern, wie er nach unten gefallen war.
Grund für den kurzweiligen Einbruch werden vermutlich Gewinnmitnahmen von einigen kurzfristig handelnden Akteuren gewesen sein. Denn obwohl sich das Corona-Virus weiter ausbreitet, herrscht eine allgemein positive Stimmung der Zuversicht.
Es ist zwar zur erwarten, dass die weitreichenden Einschränkungen in der Vergangenheit noch unangenehme Auswirkungen in der Zukunft haben werden und dass es auch noch weitere unangenehme Einschränkungen geben wird – dennoch scheinen die Maßnahmen der Regierungen im Gesamtpaket gut bei der Wirtschaft und den Anlegern anzukommen.
Dabei geht es nicht nur allein um das viele Geld, mit dem die Regierung vielleicht sogar über den entstandenen Schaden hinaus, bei vielen Unternehmen unterstützt – sondern auch um den mittlerweile sehr konstruktiven und sinnvollen Umgang mit den zu treffenden Entscheidungen. Die Geradlinigkeit der europäischen Staaten wird dabei weithin geschätzt und die meisten institutionellen Stellen gehen von einer langfristig positiven Entwicklung aus. Aufgrund dessen ist es nicht unwahrscheinlich, dass der Dax sowie auch der S&P 500 nun wieder zulegen und womöglich ihre jüngsten Allzeithochs noch einmal übertreffen werfen.
Denn dass der Dax nach dem Corona-Lockdown ein neues Allzeithoch erreicht hat, zeigt deutlich, dass die Anleger die Stärke der europäischen Industrie zu schätzen wissen und insbesondere in dieser krisenbehafteten Zeit auf deren Kompetenz setzen.
Deutschland wird als wichtiger Technologie-Standort international geschätzt und viele Experten gehen aktuell von einer Unterbewertung von zahlreichen deutschen Unternehmen aus. Durch den internationalen Handelskrieg zwischen den USA und China erreicht auch der Euro insgesamt derzeit einen starken Aufschwung und mit einem Forex Handelssystem kann man als Privatperson hier derzeit gut mit dem Handel von ausländischen Währungen einsteigen und vom allgemeinen europäischen Aufschwung profitieren.
Warum der Euro aktuell so stark ist
Grund für den Aufschwung des Euros ist nicht nur der Handelsstreit zwischen den USA und China, der dazu führt, dass andere Staaten häufiger auf den Euro als Zwischenwährung zurückgreifen und den Weg über den Dollar als Leitwährung meiden – sondern zu einem guten Teil liegt der Aufschwung des Euros auch daran, dass die Europäische Union das erste Mal gemeinsam Schulden aufgenommen hat und so als gesamtpolitische Währungseinheit einen enorm großen Schritt in Richtung Stabilität und Gemeinschaftsverantwortung gemacht.
Dass das bei Anlegern und anderen Staaten gut ankommt, ist natürlich klar. Und wenn man sich in Erinnerung ruft, wie der Dollar bei der letzten Finanzkrise eingebrochen ist, dann kann man sich auch denken, was in den kommenden Wochen noch auf den Dollar zukommen wird. Denn die politische Lage in Amerika ist mehr als ungewiss und die Zuspitzungen die während der US-Präsidentschaftswahl durch Donald Trump noch zu überstehen sein werden, könnten dem Dollar kurzfristig großen Schaden anrichten.
Auch hier hilft ein Blick auf die Dollar-Euro-Historie, um schnell und einfach zu verstehen wie die Lage hier Aussieht. Beachten Sie einfach den Einbruch des Dollars zum Zeitpunkt der letzten Finanzkrise und versuchen Sie sich klarzumachen, dass die gesamtpolitische Lage in Kombination mit der wirtschaftlichen Lage zum aktuellen Zeitpunkt in Amerika deutlich düsterer aussehen, als Sie es damals getan haben. Der Grund für den hohen S&P 500 ist nämlich nicht die Gesamtwirtschaftlich positive Lage, sondern primär die positive Lage der technologischen amerikanischen Großunternehmen, die leider nach wie vor nicht das Rückgrat des Landes bilden.
Alles in Allem bleibt die aktuelle Zeit spannend und mit Sicherheit wird man in den kommenden Wochen und Monaten noch einige Überraschungen erleben. Dass die Corona-Pandemie weitreichende und langfristige Veränderungen angestoßen hat, scheint mittlerweile bei allen angekommen zu sein. Ein Leben wie vor Corona wird es demnach nie wiedergeben und es scheint sich langsam abzuzeichnen, wer aus dem Rennen hier als Gewinner herauskommen wird.
Die deutsche Automobilwirtschaft, der Tourismus und die Luftfahrtbranche hinken zwar nach wie vor und haben an vielen Enden Probleme, aber neue innovative Unternehmen und zahlreiche Tech-Unternehmen machen hier in Deutschland das große Rennen.
Die Branchen, die in Deutschland und weltweit in den letzten Monaten besonders stark zulegen konnten waren die Medizin- und Pharmaziebranche und die Fahrradbranche. Aber auch beinahe alle Unternehmen der Hightech-, Kommunikations- und Digitalisierungsunternehmen verzeichnen einen starken Aufschwung, von dem Experten weithin ausgehen, dass er langfristig anhalten wird. Ebenfalls sehr starke Verkäufe erzielen in der letzten Zeit auch sämtliche Unternehmensbereiche, die im Bereich des Sports angesiedelt sind. Dieser Trend betrifft hauptsächlich Sportausstatter.
Es sieht also ganz so aus, als würde sich eine totale Wirtschaftskrise vermeiden lassen, wenn alle nach wie vor an einem Strang ziehen. Veränderungen wird es mit Sicherheit geben, aber die hat es immer gegeben. Man sollte nur schauen, dass man sich realistisch an den Trends orientiert und am Ende auf der Seite der Gewinner steht.
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