Mittwoch 19.August 2026

Kein Platz für übergriffiges Verhalten: Plakataktion als Zeichen für mehr Sicherheit in Freibädern im Landkreis Südliche Weinstraße

20. Juli 2026 | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße, Regional, Regional

Auch im Trifelsbad Annweiler hat die SÜW-Gleichstellungsbeauftragte Isabelle Stähle Plakate zum Thema Sicherheit in Schwimmbädern angebracht.
Foto: Trifelsbad Annweiler

SÜW. Mit einer Plakataktion in Schwimmbädern im Landkreis Südliche Weinstraße setzt die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, Isabelle Stähle, ein „deutliches Zeichen für ein respektvolles und sicheres Miteinander“.

Die Plakate machen auf sexualisierte Belästigung, Grenzverletzungen und übergriffiges Verhalten aufmerksam und zeigen konkrete Handlungsmöglichkeiten auf. Die Aktion findet in Kooperation mit den Gleichstellungsbeauftragten der Verbandsgemeinden (VG) Annweiler am Trifels, Bad Bergzabern, Herxheim und Offenbach an der Queich statt – entsprechend hängen dort ab sofort die Plakate.

Die Plakate informieren darüber, welche Verhaltensweisen Grenzen überschreiten – etwa aufdringliches Anstarren, anzügliche Bemerkungen, unerwünschte Berührungen oder das Fotografieren und Filmen ohne Zustimmung.

Sie machen ferner deutlich, dass solche Übergriffe Konsequenzen haben, bis hin zu Hausverbot oder strafrechtlicher Verfolgung. Gleichzeitig sollen mit der Aktion von Grenzüberschreitungen Betroffene ermutigt werden, sich an das Schwimmbadpersonal zu wenden und Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Besucherinnen und Besucher werden darüber hinaus dazu aufgerufen, nicht wegzusehen, sondern aufmerksam zu sein und Hilfe zu holen.

Sensibilisieren und stärken

Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Isabelle Stähle betont: „Sicherheit und Respekt müssen für alle Menschen selbstverständlich sein – auch und gerade in unseren Schwimmbädern. Niemand sollte aus Angst vor Belästigung auf einen unbeschwerten Schwimmbadbesuch verzichten müssen. Mit der Plakataktion wollen wir sensibilisieren, Betroffene stärken und deutlich machen: Grenzverletzungen werden nicht toleriert, und wir stehen an der Seite derjenigen, die Unterstützung brauchen.“

„Die Botschaft ist klar: Alle Menschen sollen sich beim Besuch der Freibäder sicher, respektiert und willkommen fühlen. Sexualisierte Belästigung hat dort keinen Platz. Die Plakate stärken das Bewusstsein für gegenseitigen Respekt und tragen dazu bei, dass Schwimmbäder Orte bleiben, an denen sich alle Menschen sicher und wohlfühlen können“, betont Kreisbeigeordneter Uwe Huth in Vertretung für Landrat Dietmar Seefeldt.

Neben Hinweisen zum Verhalten verweisen die Plakate außerdem auf Beratungs- und Unterstützungsangebote des Gleichstellungsbüros des Landkreises, des FrauenZentrums ARADIA e. V., des Kinderschutzbundes Landau-SÜW sowie auf die Polizei für akute Notfälle.

Weitere Informationen gibt es unter www.suedliche-weinstrasse.de/sichereschwimmbaeder.

 

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