
Hannes Gnauck
Foto: dts Nachrichtenagentur
Der Bundesvorsitzende der vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuften Jungen Alternative (JA) hat sich für eine Eingliederung der bisher als Verein organisiersten Jugendorganisation in die AfD ausgesprochen.
„Wenn ich mich zwischen einem drohenden Verbot und der Eingliederung in die Partei mit entsprechender Abgabe von Kompetenzen entscheiden muss, wähle ich den sicheren Weg“, sagte Hannes Gnauck (AfD) der „Welt“.
Es gehe nicht darum, sich vom Verfassungsschutz „eine Linie oder die Aufnahme von Mitgliedern diktieren zu lassen“, so Gnauck. „Oberste Priorität ist der Schutz der jungen Leute vor einem Vereinsverbot.“ Die Jugendorganisation stehe durch eine Eingliederung in die AfD unter dem „Schutzschirm des Parteienrechts“ und werde durch die personelle deutliche Verstärkung innerhalb der AfD bedeutender, sagte der Vorsitzende der Jugendorganisation.
AfD-Chefin Alice Weidel sieht bei einer Eingliederung mehr Möglichkeiten, über die Mitglieder der Jungen Alternative zu entscheiden. „Die Mitglieder der JA unterliegen dann den gleichen Rechten und Pflichten wie jedes AfD-Mitglied“, sagte Weidel der Zeitung. „JA-Mitglieder, die bislang noch keine AfD-Mitglieder waren, werden wir bei der Mitgliederaufnahme überprüfen.“
Mit einem Satzungsänderungsantrag, den der AfD-Bundesvorstand bezüglich seiner Jugendorganisation beim kommenden Bundesparteitag einbringen will, soll die Junge Alternative künftig einen neuen, noch nicht bestimmten Namen erhalten und „ein rechtlich unselbstständiger Teil“ der AfD werden soll, berichtet die „Welt“. Parteimitglieder sollen bis zum 36. Geburtstag automatisch Mitglied der Jugendorganisation werden. Der Vorsitzende soll mit Rede- und Antragsrecht, aber ohne Stimmrecht dem Bundesvorstand der Partei angehören, hieß es.
Im Zuge der Proteste gegen Rechtsextremismus im Frühjahr waren Forderungen laut geworden, die AfD-Jugendorganisation mit einem Vereinsverbot zu belegen. Anders als Parteien können Vereine, die sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder gegen den Gedanken der Völkerverständigung richten, von der Bundesinnenminiserin per Verwaltungsakt verboten werden. Über die Frage der Verfassungswidrigkeit von Parteien entscheidet hingegen das Bundesverfassungsgericht. (dts Nachrichtenagentur)
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken



Berlin – Die AfD hat offenbar die Auflösung ihrer Jugendorganisation „Junge Alternative“ (JA) beschlossen. Der AfD-Bundesvorstand habe am Montagabend mit nur einer ...
Berlin – In der Debatte über die Radikalisierung der Jungen Alternative (JA) droht AfD-Chef Jörg Meuthen der Jugendorganisation. „Die Partei muss der ...
Berlin – Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann drängt bei der Bundestagsverwaltung auf Konsequenzen für den Vorsitzenden der als extremistisch eingestuften AfD-Jugendorganisation Junge Alternative ...
Berlin – Angesichts zunehmend extremistischer Tendenzen in der AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative (JA) hat der AfD-Bundesvorstand die Einberufung einer Sondersitzung zur Situation der ...
Der Bundestag hat die Immunität des AfD-Abgeordneten Petr Bystron aufgehoben. In einem kurzfristig aufgerufenen Tagesordnungspunkt stimmten am Donnerstag alle Gruppen und Fraktionen ...
Offenbach an der Queich. Am Samstag, 2. Februar kamen Mitglieder des Regionalverbandes Pfalz, einer Untergliederung der rheinland-pfälzischen AfD-Nachwuchsorganisation, zur Neuwahl ihres Regionalvorstandes ...
Berlin- Der Ökonom Bernd Lucke, die Chemikerin Frauke Petry und der Publizist Konrad Adam sind zum Führungstrio der Anti-Euro-Partei „Alternative für ...
Waldsee. Es kommt ein Hauch von Bundespolitik in den Rhein-Pfalz-Kreis. Der Kreisverband der AfD hat zusammen mit der Jungen Alternative den Thüringer ...
Berlin – Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel will nicht in den neuen Bundesvorstand ihrer Partei. „Ich habe keine Ambitionen, dem nächsten Bundesvorstand anzugehören“, ...
Berlin – In der Sitzung des Bundeswahlausschusses am 4. Juli in Berlin wurde die Alternative für Deutschland um 15.01 Uhr als Partei ...
Berlin – Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel soll offenbar Kanzlerkandidatin ihrer Partei für die Bundestagswahl 2025 werden. Darauf hätten sich Weidel und ihr ...
Berlin – Nach den Morden von Hanau und der deutlichen Kritik der anderen Parteien an der AfD verliert die „Alternative für Deutschland“ ...












