Washington – Die griechische Regierung hat eine fällige Kreditrate in Höhe von 1,55 Milliarden Euro nicht fristgerecht an den Internationalen Währungsfonds (IWF) überwiesen.
Das Geld sei nicht eingegangen, so ein Sprecher des IWF in Washington. „Wir haben den Exekutivrat informiert, dass Griechenland nun in Zahlungsverzug ist und erst wieder Hilfen vom IWF erhalten kann, wenn der Rückstand beglichen wurde.“
Die Athener Regierung hatte den Ausfall der Zahlung bereits im Vorfeld angekündigt und sich vergeblich um eine Verlängerung der Rückzahlungsfrist bemüht. Griechenland ist damit das erste entwickelte Land, das seine Schulden beim IWF nicht fristgerecht zurückzahlen kann.
Die griechische Regierung will indes die geplante Volksabstimmung am Sonntag laut eines Berichts der „Welt“ unter bestimmten Bedingungen zurücknehmen. Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis sagte demnach in der Telefonkonferenz der Eurogruppe am Dienstagabend, wenn sich die Euro-Finanzminister schnell mit ihm einigten, könnte seine Regierung das Referendum absagen.
Der griechische Finanzminister habe außerdem einen zweiten Brief der griechischen Regierung an Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem angekündigt. Es werde damit gerechnet, dass sich im Brief in schriftlicher Form die mündliche Ankündigung von Varoufakis wiederfinden werde.
Am Mittwoch wollen die Finanzminister weiter beraten. Die Eurogruppe hatte am Samstag eine Verlängerung des Dienstagnacht auslaufenden zweiten Rettungsprogramms für Griechenland abgelehnt, nachdem die griechische Regierung angekündigt hatte, in einer Volksabstimmung am 5. Juli über das Reformprogramm der Gläubiger abstimmen lassen zu wollen.
(dts Nachrichtenagentur)

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