
Collage über FFZ – Haus der Familie Kandel e.V.
Kandel – #offen geht – so lautete das Motto der diesjährigen bundesweiten Interkulturellen Woche (IKW).
Auch in Kandel fanden Veranstaltungen statt und die Organisatoren zeigen sich sehr zufrieden mit der großen Resonanz. „Vor Ort ist ein gut funktionierendes Netzwerk aus Haupt- und Ehrenamtlichen entstanden, das sehr gut zusammenarbeitet und weiter wächst – und das sich gemeinsam für die Integration von zugewanderten Bürgern und Bürgerinnen einsetzt“, so Heidi Untch, Vorsitzende des FFZ – Haus der Familie in Kandel. Der Weg zur Inklusion müsse geebnet und eine wirkliche Wahl der Teilhabe gegeben werden, indem man informiere und aufkläre. „Sich lokal engagieren, für eine offene Gesellschaft eintreten und sich gegen Rassismus stellen werde zunehmend wichtiger in der heutigen Zeit.“
So stellten der der Beirat für Migration und Integration (BMI), das Familienbüro bellA, das FFZ-Haus der Familie, Kandel AKTIV, das Jugendzentrum und das Sozialamt und die Jugendpflege der VG Kandel gemeinsam gleich zwei Veranstaltungen auf die Beine.
Am 28. September fand auf der Wiese vor der Bienwaldhalle ein interkulturelles Picknick statt, zu dem rund 90 Besucher kamen. In gemütlicher Atmosphäre saßen Alt und Jung bei schönem Wetter zusammen.
Mit ihrem Puppentheater „Quasselkiste“ führte Janina Pfister ein selbstgeschriebenes Stück auf, dem nicht nur die Kleinen interessiert lauschten. Danach konnte man den Songs von Simone Mitzner lauschen, die eigene Stücke in verschiedenen Sprachen auf ihrer Gitarre begleitete.
Auch der Honigstand von Monique Dinies war gut besucht. Hier gab es ein Bienenquiz, Ausmalbilder und Honigkostproben. Zwischen den Programmpunkten gab es Raum für Austausch und selbstgemachte Köstlichkeiten aus unterschiedlichen Ländern umrandeten den Nachmittag, natürlich unter Einhaltung der aktuellen Hygienevorschriften.
Zur Filmvorführung am 1. Oktober in der Stadthalle kamen zahlreiche Gäste. Gezeigt wurde der Dokumentarfilm „Wir sind jetzt hier“ von Ronja Wurm-Seibel u. Niklas Schenck – ein Film über das Ankommen in Deutschland. Sieben Geflüchtet berichten von lustigen und schönen Momenten, von Momenten tiefster Verzweiflung, von Ängsten und wie sie damit umgegangen sind, von Rassismus und von Liebe.
Idee der Filmemacher ist es, diese Erfahrungen einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Sie wollen bewirken, dass nicht über Geflüchtete geredet wird, sondern wollen sie ihre Geschichte selbst erzählen und uns zuhören lassen. Damit möchten sie Türen aufstoßen, Perspektiven verschieben und Vorurteile abbauen.
Im Anschluss an den Film gab es eine offene Gesprächsrunde. Der Lions Club Wörth hat den Film finanziell unterstützt. Beide Projekte wurden zudem von der Kreisverwaltung Germersheim gefördert.

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