München – Der Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, hat zum Auftakt des Prozesses wegen seiner Steueraffäre ein umfassendes Geständnis abgelegt.
„Ich habe Steuern hinterzogen“, sagte Hoeneß am Montag bei der Verhandlung vor dem Landgericht München II. „Mir ist bewusst, dass daran auch die Selbstanzeige nichts ändert. Ich habe gehofft, mit einer Selbstanzeige einer strafrechtlichen Verfolgung zu entgehen.“
Hoeneß sei froh, dass nun alles transparent auf dem Tisch liege. Der Bayern-Präsident bedauere sein Fehlverhalten zutiefst. „Ich werde alles dafür tun, dass dieses für mich bedrückende Kapitel abgeschlossen wird.“ Zugleich betonte Hoeneß vor dem Gericht, dass er „kein Sozialschmarotzer“ sei.
Bei dem Prozess dürfte es insbesondere darum gehen, ob die Selbstanzeige von Hoeneß, die der frühere Manager des deutschen Rekordmeisters Mitte Januar 2013 eingereicht hatte, wirksam ist. Die Staatsanwaltschaft zweifelt an der Wirksamkeit der Selbstanzeige, da sie unvollständig abgegeben worden sei.
Die Verteidiger von Hoeneß beharren ihrerseits auf die Wirksamkeit der Selbstanzeige. Mit einem Urteil wird am Donnerstag gerechnet. (dts Nachrichtenagentur)

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