
Katharina Dröge (Grüne).
Foto: dts Nachrichtenagentur
Grüne, SPD und Linke haben sich gemeinsam vom Internetdienst X, dem früheren Twitter, zurückgezogen.
Das geht aus übereinstimmenden Mitteilungen hervor, die die Parteien am Montag auf der Plattform veröffentlichten. Neben den offiziellen Parteikonten haben auch zahlreiche führende Politiker ihre persönlichen Accounts deaktiviert.
Zur Begründung heißt es, X fördere zunehmend Desinformation. Politische Debatten lebten jedoch davon, Menschen zu erreichen und verlässlich zu informieren. Unter dem Hashtag #WirVerlassenX hieß es von den Parteien, X sei „in den letzten Jahren im Chaos versunken“.
Der US-Milliardär Elon Musk hatte Twitter im Oktober 2022 gekauft und später in X umbenannt. In der Folge wurden Schutzmechanismen gegen Desinformation gezielt zurückgefahren. Musk begründete dies mit dem Ziel, die freie Meinungsäußerung zu stärken.
Diese Entwicklung sowie Musks Unterstützung für rechtspopulistische Bewegungen und sein Engagement für US-Präsident Donald Trump hatten in den Parteien schon länger Überlegungen ausgelöst, die Plattform zu verlassen.
Von dem Schritt erfasst sind die Accounts der Parteien, ihrer Bundestagsfraktionen sowie zahlreicher Politiker, darunter auch Partei- und Fraktionsvorsitzende. Die Konten sollen allerdings nicht gelöscht, sondern zunächst deaktiviert werden. Gleichzeitig empfehlen die Parteien ihren Mitgliedern und Gliederungen, sich ebenfalls von X zurückzuziehen. Ob sie dem folgen, bleibt ihnen selbst überlassen.
Für künftige Debatten im Netz wollen die Parteien verstärkt auf andere Plattformen wie Bluesky setzen. (dts Nachrichtenagentur / red)

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