Samstag 7.Februar 2026

Grönland: Dänemarks Armeechef drängt auf aktiven Nato-Auftritt in der Arktis

Dobrindt will Partnerschaft mit USA nicht anzweifeln

24. Januar 2026 | Kategorie: Nachrichten

Dänisches Kriegsschiff in Grönland am 20.01.2026
Foto: via dts Nachrichtenagentur

Kopenhagen – Dänemarks Armeechef, General Michael Wiggers, hat von der Nato konkrete Schritte für mehr Sicherheit in der Arktis gefordert.

„Wir müssen mit der Nato aktiv in der Arktis auftreten, Operationen durchführen und Übungen abhalten“, sagte Wiggers dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Grönland solle dabei für gemeinsame Übungen genutzt werden.

Der Generalstabschef forderte ein dauerhaftes Engagement. „Die Sicherheit in der Arktis ist keine TV-Show, die nach zwei Stunden vorbei ist“, sagte er. Es sei eine unaufhörliche Anstrengung und ein langfristiges Engagement nötig, um die Arktis vor wachsenden Bedrohungen zu schützen.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Trump-Drohungen stellte der General klar, dass er „zu keinem Zeitpunkt“ Zweifel hinsichtlich der Sicherheit Grönlands und hinsichtlich der Abschreckung von Russland und China gehabt habe. „Die eigentliche Herausforderung ist nicht der Schutz Grönlands, sondern die Überwachung, denn das Land ist riesig.“ Grönland sei etwa sechsmal so groß wie Deutschland.

Dass 1.000 zusätzliche Soldaten aus Europa die Sicherheit Grönlands erhöhen würden, wies Wiggers zurück. „Es geht nicht um bloße Zahlen“, sagte er. „Um zu überwachen, was in der Arktis geschieht, braucht man keine großen Truppen, sondern modernste Technologie, die Daten sammelt und ein Echtzeit-Lagebild liefert“, so Wiggers. „Wir brauchen neue Überwachungsmittel wie Satellitenprogramme und unbemannte Flugzeuge.“

Grönland am 20.01.2026,
Foto: via dts Nachrichtenagentur

Grönland: Dobrindt will Partnerschaft mit USA nicht anzweifeln

Trotz der jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump, Grönland zu annektieren, fordert Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), „die Partnerschaft mit den USA nicht in Zweifel zu ziehen“. Man brauche ein „konstruktives Miteinander, auch wenn das in erkennbarem Maße nicht jeden Tag gleich leicht fällt“, sagte der CSU-Politiker der „Süddeutschen Zeitung“.

Die vergangenen Tage hätten seiner Ansicht nach eines gezeigt: „Es ist wichtig, miteinander im Gespräch zu bleiben“, so Dobrindt.

Europa müsse den Fokus nach Osten und auf die Ukraine richten. „Es ist für uns Europäer entscheidend, dass der Angriffskrieg Putins beendet wird. Dafür muss die westliche Welt zusammenstehen und weitere Konflikte vermeiden“, sagte Dobrindt. (dts Nachrichtenagentur) 

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