
Das Gesetz zur anonymen Geburt soll Müttern und Neugeborenen beste medizinische Versorgung garantieren. Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin – Schwangere, die sich nicht zu ihrem Kind bekennen möchten, sollen künftig anonym in einer Klinik entbinden können.
Das Gesetz zur „vertraulichen Geburt“ liegt nun als Entwurf vor. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will dies Mitte Januar mit Experten der Koalition Details besprechen: „Wir möchten werdende Mütter, die aus persönlichen Gründen Angst haben vor einer regulären, meldepflichtigen Geburt, künftig rechtzeitig während der Schwangerschaft für eine vertrauliche Geburt gewinnen.“ Sie wolle, dass Frauen in Not ihre Kinder sicher zur Welt zu bringen können – also „unter bester medizinischer Betreuung statt heimlich und alleine unter höchst riskanten Umständen“. Zugleich hätten die Kinder „schon ab der Geburt jemanden, der sich zuverlässig um sie kümmert“, betonte Schröder.
Kernpunkte des Gesetzes sind, dass sich die werdende Mutter früh an die Schwangeren-Beratungsstelle wenden kann. Diese soll mit Einverständnis der Frau einen Vor- und einen Familiennamen für sie („Aliasname“) bestimmen sowie einen Mädchen- und einen Jungennamen für das Baby. Die Herkunftsurkunde wird im versiegelten Umschlag an das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben geschickt, wo sie verwahrt wird.
In dem Gesetzentwurf heißt es: „Sie wird nach Vollendung des 16. Lebensjahres des Kindes der Adoptionsvermittlungsstelle zur Vervollständigung der dortigen Vermittlungsakte zugeleitet und darf nur von dem Kind eingesehen werden.“ Das Kind soll später in der Regel die Chance bekommen, seine wahre Herkunft zu erfahren. Die Babyklappen könnten so hinfällig werden. (red/dts Nachrichtenagentur)
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken



Berlin – Der FDP-Gesundheitspolitiker und Infektiologe Andrew Ullmann hat nach der Geburt der ersten mutmaßlich genmanipulierten Babys in China ein Einschreiten der ...
Barcelona – Die kolumbianische Sängerin Shakira ist zum ersten Mal Mutter geworden und hat einen Sohn zur Welt gebracht. „Wir freuen ...
Berlin – Die scheidende Familienministerin Kristina Schröder hat berufstätige Mütter dazu ermuntert, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen und dafür auch ...
Berlin – Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf für ein Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in ...
Berlin – Die Bundesregierung will die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber erleichtern: Das Kabinett hat am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf beschlossen. Außerdem sollen für ...
London – In London haben Herzogin Kate und Prinz William ihr am Montag geborenes „Royal Baby“ erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Um kurz ...
Neustadt. Im katholischen Kindergarten St. Bernhard und einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete wurden elf kleine Starterpakete für neugeborene Babys an Flüchtlingseltern überreicht. Die ...
Berlin – Die Koalitionsfraktionen von Union und SPD wollen den Gesetzentwurf zu Hassbotschaften und strafbaren Falschnachrichten im Netz nachbessern. Sie sehe „deutlichen ...
Berlin – Bundesjustizministerin Katarina Barley hat ihren Gesetzentwurf „zur Stärkung des fairen Wettbewerbs“ vorgelegt. Er wurde am Dienstag dem Bundestag zugeleitet, außerdem ...
Berlin – Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Gesetzentwurf zum sogenannten „Elterngeld Plus“ auf den Weg gebracht. Durch diesen können Mütter und ...
Landau. Nur alle vier Jahre so richtig Geburtstag feiern? Das wünschen sich viele Eltern eher nicht für ihre Kinder. Aber selbst die ...












