
Screenshot Germany4Ukraine.de
Bundesinnenministerin Nancy Faeser nahm am Montagabend, 22. Mai 2023, den Politikaward für die „gesellschaftliche Kampagne des Jahres“ entgegen. Das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) wurde für seine crossmediale Kampagne zum Hilfe-Portal Germany4Ukraine ausgezeichnet.
Nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine war das Hilfe-Portal binnen kürzester Zeit gestartet worden, um ukrainischen Geflüchteten eine vertrauenswürdige, sichere und digitale Anlaufstelle nach ihrer Ankunft in Deutschland zu bieten. Das Magazin Politik & Kommunikation und die Quadriga Hochschule Berlin vergeben jährlich den Politikaward.
Faeser: „Das ist ein großartiger Erfolg für ein wichtiges Projekt, an dem auch Geflüchtete aus der Ukraine selbst mitgearbeitet haben. Denn sie wussten am besten, welche Infos am dringendsten waren für die vielen Geflüchteten, die nach Beginn des verbrecherischen russischen Angriffskriegs zu uns kamen.
Verlässliche und verständliche Informationen – mobil am Handy auf Ukrainisch, Russisch, Deutsch und Englisch – seien ungeheuer wichtig in der Notlage, in der sich geflüchtete Menschen befänden, so Faeser. Auch Warnhinweise der Polizei, speziell zum Schutz von Frauen und Kindern, sind eingebunden. „Mit dem Online-Antrag für den Aufenthaltstitel konnten wir den Geflüchteten einen einfachen digitalen Zugang bieten, der inzwischen in 242 Ausländerbehörden in 14 Bundesländern zur Verfügung steht“, so Faeser weiter.
Germany4Ukraine.de enthält mehrsprachige Informationen zu zentralen Themenbereichen. Menschen – zumeist Frauen mit Kindern – die aus dem Krieg geflohen sind, sollen in Deutschland schnelle und unkomplizierte Hilfe beispielsweise bei der Suche nach sicherer Unterkunft und Grundversorgung erhalten.
Darüber hinaus stellt das Portal Verwaltungsleistungen online zur Verfügung.
Info
Um Betroffene in kürzester Zeit zu erreichen, wiesen zielgerichtete Kommunikationsmaßnahmen auf das Hilfe-Portal hin. Dazu dienten zahlreiche Kooperationen aus der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft wie Alliance4Ukraine, #UnterkunftUkraine und Airbnb.org.
Das Hilfe-Portal wurde in Zusammenarbeit mit weiteren Bundesministerien, Behörden, zivilgesellschaftlichen Akteuren sowie den Dienstleistern Capgemini Invent, init AG und Familie redlich AG entwickelt. Eine Basisversion des Portals ging am 16. März 2022 live. Inzwischen wurde das Hilfe-Portal vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge übernommen.
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