Freitag 9.Oktober 2026

Generalbundesanwalt klagt mutmaßliche Hamas-Zelle in Berlin an

11. September 2026 | Kategorie: Nachrichten

Generalbundesanwalt (Archiv). Foto: via dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der Generalbundesanwalt hat offenbar vor dem Staatsschutzsenat des Kammergerichts Berlin Anklage gegen sieben Männer erhoben, die in den Diensten der Hamas Terroranschläge in Berlin und Wien geplant haben sollen.

Das berichtet die „Welt“ unter Berufung auf eine 214-seitige Anklageschrift.

Die Ermittlungsergebnisse legten demnach nahe, dass die Männer geplant haben sollen, zwei Jahre nach der Terrorattacke auf Israel vom 7. Oktober 2023, zeitgleich oder in enger Abfolge in der deutschen und österreichischen Hauptstadt Ziele anzugreifen. Über eine Operationsbasis in der Türkei sollten militärische Zellen in Europa aufgebaut, geschult und mit Fernsteuerung aus dem Ausland zu Anschlägen auf israelische Persönlichkeiten und jüdisches Leben getrieben werden.

Die Angeklagten, darunter deutsche, dänische und bulgarische Staatsangehörige mit überwiegend libanesischen Wurzeln, sollen Waffen beschafft, darunter vollautomatische Sturmgewehre und Glock-Pistolen und Munition, und diese in Berlin und Wien gelagert haben. Am 7. August 2025 soll einer der Beschuldigten in einer Wiener Wohnung ein Bekennervideo aufgenommen haben. Die Auswertung durch das BKA zeige ihn vor einer Hamas-Flagge, vermummt und bewaffnet. In der Videobotschaft kündige er im Namen der „Qassam-Brigaden“ blutige Racheaktionen auf europäischem Boden an. Die Beschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft. (dts Nachrichtenagentur)

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